Mentales Training ist in den letzten Jahren zu einem der spannendsten Themen avanciert. Viele Sportler schwören darauf: Eine starke mentale Verfassung ist der Schlüssel zu Höchstleistungen. Doch was steckt genau dahinter? Ist es nur positives Denken? Als erfahrener Mentaltrainer Ralph Feitzinger erkläre ich, wie Sie mentale Techniken gezielt einsetzen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Was ist Mentaltraining?
Der Begriff "mentales Training" verbindet Intellektuelles mit gezielter Übung. "Mental" steht für geistige Auseinandersetzung, "Training" für wiederholte Übungen zur Leistungssteigerung. So stärken Sie Ihren Geist, um persönliche Ziele im Alltag, Beruf oder Sport zu meistern. Mentales Training weckt innere Kräfte und macht deren Einsatz automatisiert – je öfter Sie üben, desto natürlicher gelingt es.
Tipp für Anfänger
Stellen Sie sich vor, Sie waten durch hohes Gras auf einer Wiese. Schauen Sie zurück: Sie sehen Ihren Pfad. Gehen Sie nun täglich dieselbe Route – bald entsteht ein klarer Weg. Genau so schafft mentales Training neue neuronalen Pfade im Gehirn. Wiederholung prägt Ihr Ziel tief ein. Probieren Sie es aus!

Interne Monologe und ihre Wirkung
Balancieren Sie auf einem Bein – einfach, oder? Nun auf einem Stuhl. Spüren Sie den Unterschied? Klettern Sie mental 10 Meter hoch auf ein Podest: Plötzlich warnt eine innere Stimme vor Gefahr. Sie haben die Komfortzone verlassen. Interne Monologe können motivieren oder blockieren – lernen Sie, sie positiv zu nutzen.
Tipp für Läufer
Beobachten Sie Ihre inneren Dialoge: Was sagen Sie sich? Wie? Welche Muster wiederholen sich? Bewusste Wahrnehmung ist der erste Schritt zum Erfolg.
Ihren Mangel an Willenskraft überwinden
"Morgen jogge ich nach dem Aufwachen!" Der Wecker klingelt, doch das Bett lockt. Je schlauer Sie sind, desto raffinierter die Ausreden. Entscheiden Sie: Stehen Sie auf und machen Sie 30 Hampelmänner – das signalisiert Stärke. Nächstes Mal Schuhe an: Schritt für Schritt siegen Sie.
Tipp für Mentalexperten
Ist Ihr "schwächeres Ich" wirklich mächtig, oder haben Sie es gestärkt? Formulieren Sie motivierende Monologe, die Sie vorantreiben.
Der Leitfaden zu Ihrem Ziel
Träumen Sie oder leben Sie Ihre Visionen? Definieren Sie Ihr Ziel konkret: Abnehmen, besseres Rennergebnis oder berufliche Erfüllung. Formulieren Sie es positiv, sinnlich – sehen, hören, fühlen Sie es. Vermeiden Sie Negationen wie "nicht" oder "müssen".

Denkimpuls für Läufer
"Contest" oder "5-km-Rennen" – welche Emotion weckt das? Passen Sie Ihr Ziel an, um positiv zu wirken.
Vom Ziel zur Aktion
Viele Athleten scheitern am Renntag. Nehmen wir Sandra als Beispiel.
Coach: "Hallo Sandra, was möchtest du erreichen?"
Sandra: "Auf den letzten Kilometern eines 5-km-Rennens nicht so viel Zeit verlieren wie letztes Mal."
Coach: "Positiv umformuliert?"
Sandra: "Besser als letztes Mal."
Coach: "Konkret?"
Sandra: "Auf dem letzten Kilometer stark finishen 😊."
Coach: "Spezifisches Rennen?"
Sandra: "Generell besser bei 5 km."
Coach: "Lass uns testen: Ozean?"
Sandra: "Wusch."
Coach: "Freude?"
Sandra: "Singen."
Tipp zur Zielformulierung
Dieser Test offenbart Ihre bevorzugten Sinne: auditiv, visuell oder kinästhetisch. Bei Sandra Hören und Fühlen.
Coach: "Dein Ziel: 'Ich laufe leichtfüßig und höre meinen gleichmäßigen Atem.'"
Tipp: Starten Sie klein, feiern Sie Erfolge – das baut Selbstvertrauen auf.
Von Absicht zu Erfolg: Tun Sie es! Im nächsten Beitrag: Ziele in Maßnahmen umsetzen.
Viel Erfolg beim Umsetzen!
Über Ralph Feitzinger:

Ralph ist Body Mentor, C more & NLP Practitioner, C more & NLP Master und staatlich geprüfter Trainer. Als diplomierter Mentaltrainer arbeitet er zudem selbstständig als Masseur und HNC-Therapeut.
Motto: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden.
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