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Warum 10.000 Schritte am Tag willkürlich sind: Experten erklären den Mythos

Egal, ob Sie Anfänger beim Gehen sind oder eine unkomplizierte Methode zur Gewichtsreduktion suchen: Der Tipp, täglich 10.000 Schritte zu gehen, ist allgegenwärtig. Das entspricht für die meisten etwa 8 Kilometern – je nach Größe und Schrittlänge. Die runde Zahl klingt einprägsam, doch sie ist kein Allheilmittel für Abnehmen oder Fitness.

Als Fitness-Experten mit langjähriger Praxis wissen wir: Hier erfahren Sie, wie die Zahl entstand, warum sie nicht für jeden passt und wie Sie Ihr Aktivitätsniveau gezielter steigern können.

Woher kommt die Zahl 10.000 Schritte?

Forscher haben sie nicht durch Studien ermittelt. Sie geht auf Werbung für einen japanischen Schrittzähler aus den 1960er Jahren zurück. Seitdem übernahmen Firmen und Organisationen sie weltweit. „Es fehlen Beweise, dass dies die ‚richtige‘ Zahl für Fitness oder Gesundheit ist“, erklärt Lauren Shroyer, Senior Director of Product Development beim American Council on Exercise (ACE), einer führenden Autorität in der Fitnessbranche.

Warum 10.000 Schritte nicht für jeden passen

Als Einsteiger fehlt oft die Routine für 10.000 Schritte – selbst bei täglichen Spaziergängen. Solche Ziele können frustrieren und motivieren Sie langfristig vom Sport abzubringen.

Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren zählen nicht als Schritte, spiegeln also Ihr reales Pensum nicht wider. Manche brauchen 15.000 oder 20.000 Schritte, um optimal fit zu sein. „Schrittzählen ist hochindividuell – es gibt keine perfekte Zahl“, betont Shroyer.

Der intelligentere Weg: Zeit statt Schritte tracken

Experten raten, die Aktivitätszeit zu messen. Die US-Richtlinien für körperliche Aktivität empfehlen basierend auf umfangreicher Forschung 150 Minuten moderate Ausdauer pro Woche oder 75 Minuten intensive – für nachweislich bessere Gesundheit, sagt Shroyer.

Zeitziele bieten Flexibilität, fördern langfristige Gewohnheiten und minimieren Verletzungsrisiken.

Fazit: Passen Sie es an sich an

Schrittzähler sind nützlich, aber kein Dogma. Kombinieren Sie mit ausgewogener Ernährung für Abnehmen. Messen Sie erst Ihr Basislevel, steigern Sie schrittweise. Integrieren Sie Krafttraining, Radfahren oder Schwimmen – zählen Sie die Gesamtzeit.