Für viele Menschen löst das Wiegen auf der Badezimmerwaage starke Ängste aus. Zwar ist es essenziell, das eigene Gewicht zu kennen, doch Leslie Heinberg, PhD, Direktorin des Enterprise Weight Management, betont: Die Waage erzählt nicht immer die ganze Geschichte.
„Die Skala ist ein miserables Barometer für Verhaltensänderungen“, erklärt Dr. Heinberg. „Sie können alles richtig machen – trainieren, eine perfekte Mahlzeit essen, die jeden Ernährungsexperten begeistern würde – und steigen trotzdem 2 Pfund schwerer auf die Waage.“
Bei Menschen mit normalem Gewicht schwankt das Gewicht im Schnitt um etwa 5 Pfund, wie Dr. Heinberg aus ihrer langjährigen Praxis weiß. Für Ungewohnte können diese Zahlen schnell entmutigend wirken.
Warum die Waage schwankt
Gewichtsschwankungen entstehen durch Faktoren wie Hormone, Flüssigkeitsansammlungen oder Verstopfung, erläutert die Expertin.
Ein Gewichtsprotokoll hilft, langfristige Trends zu erkennen, rät Dr. Heinberg. Steigt das Gewicht über Tage oder Wochen kontinuierlich, ist es wirklich gestiegen.
Die Waage nicht komplett aufgeben
Trotzdem sollten Sie die Waage nicht ignorieren, warnt Dr. Heinberg. Frühes Erkennen von Trends erleichtert Kurskorrekturen.
„Überwinden Sie die Angst – Ihr Gewicht existiert unabhängig von der Messung. Mit diesen Daten können Sie gezielt Lebensstiländerungen vornehmen, um Ihre Ziele zu erreichen.“
Wie oft wiegen? Dr. Heinberg empfiehlt zwei Tage pro Woche – immer zur gleichen Uhrzeit und in vergleichbarer Kleidung.