Eine sitzende Lebensweise mit stundenlangem Sitzen schadet Ihrer Gesundheit nachweislich und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen oder Diabetes. Besonders betroffen sind Menschen mit Bürojobs, die täglich acht Stunden am Schreibtisch verbringen.
Die gute Nachricht: Sie können diese negativen Effekte einfach abmildern. Studien belegen, dass regelmäßige kurze Gehpausen einen Großteil des Schadens rückgängig machen.
Die Wissenschaft dahinter
Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift Medicine & Science in Sports & Exercise zeigt: Drei Stunden ununterbrochenes Sitzen beeinträchtigt die Fähigkeit der Auskleidung der Beinarterien, sich bei Bedarf auf den Blutfluss auszuweiten. Dies kann ein Vorbote von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.
Wurden die drei Stunden jedoch stündlich durch 5-minütige Gehpausen unterbrochen, blieb die Arterienfunktion erhalten. „Das Unterbrechen der Sitzzeit durch kurze Gehpausen schützt die arterielle Funktion vor den schädlichen Wirkungen langen Sitzens“, erklärt Studienleiter Saurabh Thosar, PhD, Assistenzprofessor am Oregon Institute of Occupational Health Sciences der Oregon Health & Science University in Portland.
So setzen Sie es um
Die Teilnehmer der Studie mussten nicht intensiv trainieren oder schwitzen – perfekt fürs Büro. Stellen Sie sich stündlich einen Reminder auf Handy oder PC und gehen Sie fünf Minuten: zum Wasserspender, eine Runde durch die Abteilung oder mit einem Kollegen die Treppe hoch.
„Die Studie untersuchte Pausen während dreistündigem Sitzen, doch stündliche Unterbrechungen wirken sich ähnlich positiv auf einen 8-Stunden-Arbeitstag aus“, betont Thosar.
Falls stündliches Aufstehen schwierig ist – etwa wegen Chef oder Arbeitszeit – helfen Alternativen: „Forschung deutet darauf hin, dass Herumzappeln ebenso wirksam sein kann. Auch Sitzen auf einem Therapieball, gelegentliches Stehen oder Muskelanspannungen fördern die Durchblutung“, so Thosar.