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Fettverbrenner: Wirken sie wirklich? Eine Ernährungsexpertin klärt über Wirksamkeit und Risiken auf

In einer Kultur, die Körpergröße überbewertet, ist Gewichtsreduktion ein Milliardengeschäft. In den USA werden jährlich über 2 Milliarden US-Dollar für Abnehmpräparate ausgegeben. Doch funktionieren diese sogenannten Fettverbrenner? Und sind sie sicher? Die registrierte Ernährungsberaterin Melissa Matteo, RD, rät: "Gehen Sie mit Vorsicht vor."

Als erfahrene Expertin erklärt Matteo, wie Fettverbrenner funktionieren sollen, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und warum gesündere Alternativen vorzuziehen sind.

Was sind Fettverbrenner?

Fettverbrenner sind Nahrungsergänzungsmittel mit natürlichen oder synthetischen Wirkstoffen. Sie versprechen Gewichtsverlust und eine straffere Figur.

Funktionieren Fettverbrenner?

Die Antwort: Möglicherweise – aber rechnen Sie nicht mit Wundern.

Trotz des Namens lassen Fettverbrenner Fettzellen nicht verdampfen. Stattdessen zielen sie auf:

  • Erhöhung des Stoffwechsels zur Steigerung der Kalorienverbrennung.
  • Reduzierung der Fettaufnahme im Darm.
  • Unterdrückung des Appetits für weniger Kalorienaufnahme.

In der Theorie also. Einige Inhaltsstoffe zeigen in Studien leichte Effekte, viele Produkte fehlen jedoch wissenschaftliche Tests. Schwerwiegender: Die US-amerikanische FDA reguliert sie nicht. Hersteller dürfen unbelegte Versprechen machen. "Ohne FDA-Kontrolle kennen wir die tatsächliche Wirksamkeit nicht", warnt Matteo.

Häufige Inhaltsstoffe in Fettverbrenners

Abnehmpräparate enthalten Dutzende Stoffe, darunter pflanzliche Extrakte. Häufige Beispiele:

Koffein

Koffein regt das Nervensystem an und kann Kalorienverbrennung fördern. Ergänzungsmittel enthalten jedoch oft mehr als Kaffee oder Tee. Überdosierung führt zu Nervosität, Schlaflosigkeit, Zittern oder gefährlich hohem Herzschlag.

Grüntee-Extrakt

Viele Produkte nutzen Grüntee-Extrakte zur Kalorienverbrennung und Fettblockade. "Der Effekt ist minimal", sagt Matteo. "Ein täglicher Spaziergang verbrennt mehr Kalorien."

L-Carnitin

Dieser Stoff unterstützt den Energiestoffwechsel und kommt in Fleisch, Milchprodukten sowie körpereigen vor. Studien zu Abnehmeffekten sind widersprüchlich. Überdosierung verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und fischigen Körpergeruch.

Yohimbe

Aus der Rinde eines immergrünen Baums. Forschung fehlt weitgehend, Risiken sind hoch: Kopfschmerzen, Angst, Bluthochdruck, Herz- oder Nierenprobleme bei hohen Dosen.

Lösliche Ballaststoffe

Diese bremsen nicht direkt Fettverbrennung, sondern Appetit und Fettaufnahme. Matteo: "Ballaststoffe aus Lebensmitteln sind am besten." Häufige Quellen:

  • Beta-Glucane.
  • Glucomannan.
  • Johannesbrotkernmehl (Guarkernmehl).

Weitere Inhaltsstoffe

Oft enthalten: Capsicum, Chrom, konjugierte Linolsäure, Forskolin, Fucoxanthin, Garcinia cambogia, Kelp, Himbeerketone. Viele Produkte mischen Dutzende Stoffe – Dosierungen bleiben oft unklar. "Ich rate von rezeptfreien Fettverbrenners ab", betont Matteo.

Sind Fettverbrenner sicher?

Nicht reguliert, fragwürdige Inhaltsstoffe, geringe Effekte – und teils gefährlich. Sprechen Sie vor Einnahme mit Arzt oder Apotheker. "Viele Patienten verschweigen Ergänzungen, doch Wechselwirkungen mit Medikamenten können schwerwiegend sein", warnt Matteo.

Fett natürlich verbrennen

Statt Pillen: Optimieren Sie die Ernährung. "Natürliche Lebensmittel mit abnehmfördernden Stoffen sind sicherer", rät Matteo.

Kaffee und Grüner Tee

Vermeiden Sie hochdosierte Extrakte. Trinken Sie stattdessen aufgebrühten Kaffee oder Tee – ohne viel Sahne und Zucker.

Protein

"Der Körper verbraucht mehr Energie beim Proteinabbau als bei Kohlenhydraten oder Fetten – das boostet den Stoffwechsel", erklärt Matteo. Protein sättigt auch. Aber nicht übertreiben: Besser aus Lebensmitteln wie Huhn, Pute, Eiern, Fisch als aus Shakes.

Ballaststoffe

Ideal zum Abnehmen, am besten aus Vollwertkost. "Der Körper nutzt Nahrungsfasern optimal", sagt Matteo.

Das Fazit

Keine Wundermittel schmelzen Fett sicher weg. "Schnelle Lösungen klingen verlockend, sind aber meist zu schön, um wahr zu sein. Nachhaltiger Fettverlust braucht keine Magiepille", fasst Matteo zusammen.