Während Gehen eine hervorragende, schonende Übung ist, die beim Abnehmen hilft und die Lebensdauer verlängern kann, birgt es dennoch Verletzungsrisiken. Hier kommt ein Physiotherapeut ins Spiel: Er hilft Ihnen, Gehverletzungen von vornherein zu vermeiden – besonders wenn Sie Ihre Gehgeschwindigkeit steigern, mehr Schritte einlegen oder eine intensive Routine starten.
„Die häufigsten Gehverletzungen sind Überlastungsverletzungen, die durch übermäßige Belastung des Gewebes entstehen“, erklärt Tyler Nightingale, Physiotherapeut bei Bespoke Treatments in New York City. Solche Verletzungen deuten oft darauf hin, dass Sie zu schnell zu viel gefordert haben (z. B. direkt 10.000 Schritte pro Tag statt schrittweiser Steigerung) oder dass fehlerhafte Bewegungsmuster vorliegen (etwa reduzierte Flexibilität in einem Bereich, die die Belastung anderswo erhöht, von der Hüfte bis zur Achillessehne).
Es ist verständlich, dass Motivation beim Abnehmen und Fitwerden zu Überanstrengung führt. Ein Physiotherapeut hilft Ihnen, Intensität sicher zu steigern und Verletzungen vorzubeugen.
So verhindert Physiotherapie Gehverletzungen
Beim Physiotherapeuten startet alles mit einer detaillierten Anamnese: Er erfragt Ihre Gesundheit, Lebensstil, Trainingshistorie, Vorverletzungen und Ziele, um Ihr individuelles Laufprofil zu erstellen, sagt Dan Giordano, zertifizierter Kraft- und Konditionstrainer sowie Physiotherapeut und Mitbegründer von Bespoke Treatments.
Anschließend folgt eine Ganganalyse, um Risikofaktoren wie überlastete Gelenke oder ineffiziente Bewegungen zu identifizieren. „Ein erfahrener Physiotherapeut bewertet schmerzhafte Muster und findet den schwachen Punkt in der Bewegungs-Kette, um ihn gezielt zu korrigieren – für gesunde, effiziente Fortbewegung“, betont Nightingale. Daraus entsteht ein maßgeschneiderter Plan, der Sie schützt und Ihre Gehperformance langfristig verbessert.
Warum Mobilität, Kraft und Stabilität entscheidend sind
Ihr Physiotherapeut optimiert Ihre Gehform, indem er Mobilität (vollen Bewegungsumfang), Kraft (Kraftentfaltung im vollen Umfang) und Stabilität (kontrollierte Bewegungen) trainiert.
„Hüftöffner-Dehnungen fördern Hüftflexibilität und Wirbelsäulenrotation für bessere Gehform, während Wadenstretches die Knöchelbeweglichkeit steigern und Achillessehnen- oder Plantarfasziitis-Probleme vorbeugen“, rät Giordano. „Zielgerichtetes Foam-Rolling der Waden und Quadrizeps lindert Knieschmerzen“, ergänzt Nightingale.
Ebenso gibt er Ihnen Übungen wie seitliches Gehen, einbeiniges Kreuzheben oder exzentrisches Fersenheben – für mehr Hüftstabilität, gegen Schienbeinkantenschmerzen und Plantarfasziitis, damit Sie länger und schneller gehen können.
So finden Sie den richtigen Physiotherapeuten
Notieren Sie vorab, wie Sie sich beim Gehen fühlen und welche Schmerzen aufgetreten sind. Holen Sie Empfehlungen von Ärzten, Trainern oder Freunden ein. Online finden Sie zertifizierte Experten in Ihrer Nähe über „Find A PT“ der American Physical Therapy Association (APTA).