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5 bewährte Tipps zur mentalen Vorbereitung auf die Adipositaschirurgie – Von Expertin Karen Schulz

Eine Operation ist immer ein einschneidendes Ereignis. Neben der körperlichen Fitness ist Ihre mentale Verfassung entscheidend für den Erfolg der Adipositaschirurgie und die nachhaltige Gewichtsreduktion.

Als Spezialistin für Adipositas- und Stoffwechselkrankenkunde mit langjähriger Erfahrung im bariatrischen Pflegebereich betont Karen Schulz: Die mentale Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem gesünderen Gewicht. Hier sind ihre fünf besten Tipps:

1. Setzen Sie realistische Erwartungen

Nach der bariatrischen Operation wachen Sie nicht schlank auf. Die OP ist ein wertvolles Werkzeug – ein kleinerer Magen –, das Sie bei der Gewichtsabnahme unterstützt. Jeder Körper reagiert individuell; vergleichen Sie sich nicht mit anderen.

Lebensstiländerungen und Ernährung sind entscheidend. Die Operationsart beeinflusst den Gewichtsverlust. „Rechnen Sie mit mindestens sechs Monaten, um die Hälfte des Übergewichts zu verlieren“, erklärt Schulz. „Danach folgt oft ein Plateau, bis das Ziel nach einem weiteren Jahr erreicht ist.“

Sehen Sie die Gewichtsreduktion als Reise: Folgen Sie ärztlichen Empfehlungen zur Bewegung und steigern Sie schrittweise. So bleiben Sie motiviert.

2. Gehen Sie den Weg nicht allein

Unterstützung ist essenziell. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, Familie oder Freunden, um Ziele zu setzen und motiviert zu bleiben. Nutzen Sie das multidisziplinäre Team Ihres bariatrischen Zentrums.

„Diese Begleitung hält Sie auf Kurs – und gibt Halt an schwachen Tagen“, sagt Schulz. Starten Sie klein: Schauen Sie Online-Seminare, treten Sie virtuellen Selbsthilfegruppen bei, prüfen Sie Ressourcen oder beginnen Sie ein medizinisches Abnehmprogramm.

  • Online-Seminare ansehen.
  • Virtuelle Selbsthilfegruppe beitreten.
  • Ressourcen für gesundes Gewicht nutzen.
  • Medizinisches Abnehmprogramm starten.

3. Bekämpfen Sie Esssucht und integrieren Sie Bewegung

Sprechen Sie Esssucht vor der OP an – ein Psychotherapeut hilft, emotionale Bedürfnisse zu erkennen und Alternativen zu finden. Ein kleinerer Magen stillt keine seelischen Bedürfnisse.

Viele greifen bei Stress zu Essen – ein kurzfristiger Trost, der langfristig schadet. „Sie müssen bereit sein, sich zu verändern und Essen durch Aktivitäten zu ersetzen“, rät Schulz.

Nach der OP: Essen Sie langsam (mind. 20 Min. pro Mahlzeit), wählen Sie gesunde Nahrung, vermeiden Sie Snacken. Arbeiten Sie mit einem Ernährungsberater für einen personalisierten Plan.

  • Starke Einschränkung der Nahrungsmenge anfangs.
  • Langsames Essen notwendig.
  • Gesunde Ernährung essenziell – Junkfood sabotiert den Erfolg.

Bewegung verbrennt Kalorien, kontrolliert Blutzucker, schützt Herz, verbessert Konzentration, Schlaf und Stimmung. „Nein zu Fast-Food-Pommes entspricht fünf Meilen Laufen“, vergleicht Schulz. Starten Sie einfach: Sit-to-Stand vom Stuhl, Liegestütze an der Theke, Hanteln aus Milchkannen mit Wasser oder Sand.

4. Holen Sie sich Hilfe bei Depressionen

Adipositaschirurgie ist zu 80 % effektiv, erfordert aber emotionale Stärke. Nach der OP erholt sich der Körper, Essen ist limitiert – Depressionen erschweren den Kurs.

Suchen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten für eine positive Haltung. Das Team unterstützt Sie ganzheitlich auf dem Weg zum gesunden Lebensstil.

5. Vermeiden Sie andere Süchte

Alkohol, Tabak und Drogen gefährden den Erfolg. Alkohol ist kalorienreich, senkt Hemmungen und wirkt nach der OP stärker. Rauchen erhöht Komplikationsrisiken, Atemprobleme und Ulzera.

Planen Sie mit Ihrem Arzt das Rauchstopp, falls nötig.

Adipositaschirurgie verändert Leben positiv

Als effektives Tool bietet sie nachhaltige Linderung:

  • Verbesserte Herzgesundheit.
  • Diabetes-Remission.
  • Besserer Blutdruck.
  • Weniger Depressionen.
  • Kein Schlafapnoe mehr.
  • Gelenkschmerzlinderung.
  • Mehr Fruchtbarkeit.
  • Linderung weiterer Erkrankungen wie Gallensteine oder Komplikationen.

„Die OP ist der Start – behalten Sie Verhaltensänderungen lebenslang bei, wie einen wöchentlichen Kirchenbesuch“, schließt Schulz.