Ob 10-km-Lauf, Halbmarathon oder Marathon – als erfahrene Läufer wissen wir, wie wichtig eine optimale Vorbereitung ist. Wir planen Erholungsphasen und Tapering, setzen auf Carboloading und ein leicht verdauliches Frühstück. Mit der passenden Ausrüstung sind wir gegen Hitze, Regen und Wind gewappnet. Doch dann kommt der Seitenstich ...
Sie fragen sich: Zu schnell gestartet? Falsche Atmung? Zu schweres Frühstück? Während der stechende Schmerz Sie bremst, zweifeln Sie, ob er je vergeht.
Als Laufexperten mit langjähriger Praxis geben wir Antworten auf häufige Fragen und teilen bewährte Strategien zur Vermeidung von Seitenstichen.
- Wie entsteht ein Seitenstich?
- Wie verhindere ich Seitenstiche?
- 7 Tipps zur Vorbeugung beim Laufen
- 5 Tipps gegen akute Seitenstiche

Wie entsteht ein Seitenstich?
Der stechende Schmerz unter den Rippen oder im Bauchraum beim Laufen hat verschiedene Ursachen. Häufige Theorien umfassen eine mangelnde Durchblutung des Zwerchfells, die zu Krämpfen in der Bauchmuskulatur führt, oder eine Reizung des Bauchfells. Besonders plausibel ist die Hypothese einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Zwerchfells.
Das Zwerchfell ist zentral für die Atmung. Beim Laufen bewegen sich Organe und Zwerchfell bei jedem Schritt und Atemzug, was Spannungen erzeugt und Krämpfe auslösen kann.
Auslöser sind oft Nervosität, flache Atmung, Haltungsfehler, zu schneller Start, schwache Bauchmuskeln, voller Magen oder falscher Laufstil. Seitenstiche sind harmlos, aber schmerzhaft und können Rennen beenden.
Seitenstiche vermeiden: Unsere 12 Tipps
Mit diesen praxisnahen Empfehlungen minimieren Sie das Risiko – basierend auf Studien und unserer Lauf-Erfahrung.
7 Tipps zur Vorbeugung von Seitenstichen beim Laufen
1. Leichtes Frühstück
Essen Sie ballaststoff- und fettarm vor dem Lauf, um den Magen zu schonen.
2. Timing beim Rennen-Frühstück
Nehmen Sie das Hauptfrühstück 2–3 Stunden vorher. Kurz davor nur ein kleiner Snack wie eine Banane.
3. Gründliches Aufwärmen
Ein lockeres Warm-up-Laufen bereitet Muskeln und Atmung vor und verhindert Stiche.
4. Langsam starten
Steigern Sie das Tempo schrittweise. Ein Seitenstich signalisiert Überforderung.
5. Core-Training stärken
Ein starker Rumpf reduziert Rotationen und stützt Organe. Das verbessert Effizienz und verhindert Verletzungen – bei Laufen, Schwimmen oder Reiten gleichermaßen.
6. Atmung kontrollieren
Schnelles Laufen erfordert mehr Sauerstoff. Rhythmisches, tiefes Atmen verhindert flache Atmung und Stiche.
7. Bauchmuskeln trainieren
Starke schräge Bauchmuskeln wirken vorbeugend. 5–10 Minuten tägliches Training lohnen sich.
Trotz Vorbereitung aufgetreten? Probieren Sie diese Sofortmaßnahmen.
5 Tipps gegen akute Seitenstiche
8. Atmung optimieren
Atmen Sie in zwei Schritten ein, im dritten aus. Bauchatmung entspannt Zwerchfell und Muskulatur.
9. Druck ausüben
Drücken Sie die Hand auf die schmerzende Stelle, lösen Sie beim Ausatmen. Kombinieren Sie mit tiefer Atmung.
10. Tempo drosseln
Verlangsamen oder gehen – geben Sie dem Körper Zeit zur Erholung.
11. Dehnen
Neigen Sie den Oberkörper zur schmerzfreien Seite, strecken Sie sich bei jedem Ausatmen.
12. Vorbeugen dehnen
Arme beim Einatmen hoch, Oberkörper beim Ausatmen vorbeugen und Arme hängen lassen – entspannt Zwerchfell.

Mit diesen Strategien meistern Sie den nächsten Lauf stichfrei oder lindern Schmerzen schnell.
Gute Nachricht: Regelmäßiges Laufen stärkt Zwerchfell und Atmung – Ausdauer reduziert Seitenstiche nachweislich.