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Gehen in Flip-Flops: Die Risiken für Füße und Gelenke – Warnung von Podologen-Experten

Im Sommer ziehen wir uns lässig an und verbringen so viel Zeit wie möglich draußen. Wenn Sie in diesem Jahr Ihre Schrittzahl steigern wollen, sind Flip-Flops für Spaziergänge oder Einkäufe verlockend. Doch Studien zeigen: Dieses schuhlose Design verändert Ihren Gang und erhöht das Risiko für Fuß- und Knöchelverletzungen.

Warum Flip-Flops den Gang verändern

Flip-Flops sitzen locker, was zu einer anderen Gehweise führt. „Menschen passen ihre Gangart an, indem sie kurze, schlurfende Schritte machen und mit den Zehen greifen“, erklärt Dr. Joseph Snowden, zertifizierter Podologe in Austin, Texas. „Das verändert die Haltung und kann Belastungen im Knie oder Rücken verursachen.“

Das ständige Greifen mit den Zehen überlastet Sehnen und kann zu Entzündungen führen, warnt Dr. Anthony Weinert, board-zertifizierter Podologe in Troy, Michigan. „Die Sehne wird zu stark beansprucht, was Schmerzen auslöst.“

Außerdem fehlt es an Sohlen- und Bogenunterstützung, betont Dr. Suzanne Fuchs, board-zertifizierte Podologin in Jupiter, Florida. Das begünstigt Plantarfasziitis – eine Entzündung des Bandes von Ferse zu Zehen. „Typisch sind Schmerzen im Bogen, die in die Ferse ziehen“, ergänzt Weinert.

Weitere Verletzungsrisiken

Das offene Design macht Füße anfällig. „Flip-Flops rutschen ab oder haken sich fest, was Stolpern oder Stürze provoziert“, sagt Fuchs. „Zehenbrüche oder Knöchelverstauchungen sind häufiger.“

Blasen zwischen Groß- und Zweizeh oder Schmerzen im Vorfuß (Metatarsalgie) entstehen durch mangelnde Polsterung, berichtet Dr. Bruce Pinker, zertifizierter Podologe in White Plains, New York.

Wie lange sind Flip-Flops tragbar?

„Kurze Tragezeiten sind okay, aber längeres Tragen führt zu Instabilität und Kaskadenschmerzen bis in Hüfte und Rücken“, rät Weinert.

Snowden empfiehlt: Flip-Flops nur für eine Aktivität am Tag, dann zu stabilen Schuhen wechseln. „Zum Strand oder für 10–15 Minuten okay – bei längeren Wegen (über eine halbe Meile) bessere Optionen wählen.“

Mehr lesen: Walking- und Laufschuhe – Was ist der Unterschied?

Sichere Alternativen zu Flip-Flops

„Heutige Schuhe passen zu jeder Aktivität und bieten Dämpfung plus Bogenstütze“, sagt Dr. Edgard Nau, DPM, zertifizierter Podologe in New York City. „Vermeiden Sie Flip-Flops auf harten Böden.“

Socken mit Sneakers sind ideal. „Nehmen Sie Laufschuhe mit guter Dämpfung“, rät Snowden. „Für Asphalt oder unebenes Gelände: Robuste Modelle mit Halt statt Minimalisten.“

Sandalen mit vielen Riemen sind sommerlich besser. „Mehr Riemen bedeuten mehr Stabilität“, erklärt Snowden.

Um aktiver zu werden: Setzen Sie sich ein Schritt-Ziel und tracken Sie es. Gehen Sie zu „Pläne“ in der MyFitnessPal-App und wählen Sie einen 28-Tage-Stufenplan für Tipps.