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Asthma und Sport: 7 Tipps für ein beschwerdefreies Training

Als Sportler mit Asthma müssen Sie sich nicht einschränken. Mit der richtigen Medikation und Vorbereitung können Sie aktiv am Sport teilnehmen. In den kalten Monaten sind jedoch besondere Vorsichtsmaßnahmen wichtig, da kalte, trockene Luft Asthmaanfälle auslösen kann.

Keuchen, Husten, Kurzatmigkeit oder ein Engegefühl in der Brust während des Trainings, das sich innerhalb von 10 bis 15 Minuten verschlimmert und nach 60 Minuten abklingt, können auf Belastungsasthma hindeuten. Ursache ist eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Temperatur und Feuchtigkeit.

Lungenfacharzt Dr. Nirosshan Thiruchelvam erklärt: „Normalerweise wärmen und befeuchten unsere Nasengänge die eingeatmete Luft.“ Beim Sport atmen wir jedoch vermehrt durch den Mund, wodurch kühlere und trockenere Luft in die Lunge gelangt.

Eishockey oder andere Wintersportarten können das Problem verstärken. Bei einem Asthmaanfall reagieren Muskelbänder in den Atemwegen auf die Kälte mit Krämpfen, was zu einer Verengung der Atemwege und Beschwerden führt. Auch Infektionen der oberen Atemwege können Asthmaanfälle auslösen.

Wie Sie Ihre Atemwege entspannen

Dr. Thiruchelvam betont, dass es wichtig ist, Sport nicht zu vermeiden. Hier sind einige Tipps für den Umgang mit Belastungsasthma:

  • Asthmamedikamente: Ein kurzwirksames Beta-2-Agonist (z. B. Albuterol) 15 bis 20 Minuten vor dem Training kann Atemwegsverengungen für mehrere Stunden verhindern. Langwirksame Bronchodilatatoren wirken 12 Stunden, werden aber in der Regel nicht als alleinige Therapie empfohlen. Langfristig können auch inhalative entzündungshemmende Medikamente notwendig sein, um die Atemwege zu beruhigen.
  • Atmen Sie durch einen Schal: Beim Training kann das Atmen durch einen Schal die Luft vorwärmen.
  • Vermeiden Sie intensives Training im Freien bei kalten Temperaturen: Suchen Sie nach Alternativen in Innenräumen, wie z. B. im Fitnessstudio oder in einem Hallenbad.
  • Warten Sie, bis Erkältungen oder Unwohlsein abgeklungen sind: Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich vollständig zu erholen, bevor Sie wieder trainieren, besonders bei Husten oder Problemen der oberen Atemwege.
  • Integrieren Sie 10-minütige Aufwärm- und Abkühlphasen: Dies hilft Ihren Atemwegen, sich anzupassen, und ist eine gute Gewohnheit für jedes Training.
  • Bevorzugen Sie Sportarten mit kurzen, intermittierenden Belastungsspitzen: Dazu gehören Fußball, Baseball, Ringen, Gymnastik und Leichtathletik. Diese sind schonender für die Atemwege als Ausdauersportarten wie Fußball, Langstreckenlauf und Basketball.
  • Versuchen Sie es mit Schwimmen: Die warme, feuchte Umgebung macht Schwimmen oft zu einer guten Wahl für Menschen mit Belastungsasthma. Achten Sie jedoch auf Reizstoffe in der Luft, besonders in Hallenbädern, die Asthma verschlimmern können. Die Reduzierung von Chloraminen in Hallenbädern ist ebenfalls sinnvoll.

Ein gutes Management von Belastungsasthma erfordert oft Teamarbeit. Ein Sportmediziner kann Ihnen helfen, Ihr Asthma gut zu kontrollieren, sodass körperliche Aktivität weniger wahrscheinlich Symptome auslöst.