Der Winter naht, und mit ihm die beliebten Sportarten wie Skifahren, Snowboarden, Eislaufen und Rodeln. Diese Aktivitäten bereiten viel Freude, bergen aber auch Verletzungsrisiken. Laut National Safety Council suchten 2015 rund 76.000 Personen nach Unfällen beim Snowboarden, Eislaufen, Eishockey oder Schneemobilfahren die Notaufnahme auf.
Häufige Verletzungen im Wintersport
Kenntnisse über gängige Verletzungen helfen, sie früh zu erkennen und richtig zu behandeln. Rücken-, Hand-, Knie- und Knöchelverletzungen sind typisch für kalte-Wetter-Aktivitäten.
Skifahren und Snowboarden
Beide Sportarten fordern die Beinmuskulatur stark. Häufig treten Überlastungsverletzungen wie Sehnenentzündungen auf, sowie Zerrungen, Verstauchungen oder schwerere Schäden an Sehnen, Bändern und Knochen durch Stürze. Skifahrer sind oft von ACL-Verletzungen und Handverletzungen betroffen, Snowboarder von Handgelenks- und Knöchelverletzungen sowie Schulterluxationen. Beide Gruppen riskieren Rücken-, Knie- und Muskelzerrungen.
Eislaufen
Beim Schlittschuhlaufen – indoor oder outdoor – bewegen Sie sich schnell auf harter Oberfläche. Stürze führen zu Knöchel-, Knie-, Handgelenks- oder gar Kopfverletzungen. Regelmäßige Läufer entwickeln oft Überlastungen wie Stressfrakturen oder Knöchel-Bursitis.
Rodeln
Rodeln begeistert Jung und Alt, birgt aber ernste Risiken, besonders für Kleinkinder. Kopf-, Gesichts-, Extremitäten- und Bauchverletzungen drohen, wenn nicht sicher fern von Hindernissen und anderen Fahrern gerodelt wird.
Schneeschaufeln
Viele greifen im Winter zur Schneeschaufel – mit Risiken für den Rücken. Lendenwirbelsäulen- und Unterrückenverletzungen sind üblich. Übermäßiges Schaufeln verursacht Krämpfe, Schmerzen oder Bandscheibenvorfälle, die den Ischiasnerv reizen können.
Warum schmerzen Verletzungen im Winter stärker?
Verletzungen tun im Winter oft mehr weh. „Forschung zeigt: Bei Kälte speichert der Körper Wärme und leitet mehr Blut zu zentralen Organen wie Herz und Lunge“, erklärt Armin Tehrany, M.D., Orthopäde und Gründer von Manhattan Orthopaedic Care. „Dadurch verengen sich die Gefäße in Armen, Beinen, Schultern und Knien.“ Geringerer Blutfluss macht diese Bereiche kälter und steifer, was Schmerzen verstärkt. Auch barometrische Druckschwankungen können Gelenkentzündungen fördern, Nerven reizen und die Durchblutung mindern.
Um Winterschmerzen zu lindern: Bleiben Sie warm! Bäder, Saunen und mehrschichtige Kleidung lockern Muskeln und Gelenke. Bei bestehenden Verletzungen Arzt konsultieren, bevor Wärme angewendet wird.
Verletzungen effektiv vermeiden
Erfahren Sie bewährte Strategien für Wintersportler:
- Langsam einsteigen: Nach der Nebensaison nicht überfordern. Starten Sie mit kurzen, sanften Einheiten, um Verletzungsrisiken zu minimieren.
- Dehnen, aufwärmen und abkühlen: Kalte Muskeln und Bänder sind anfällig. Vorab dehnen und aufwärmen, nachher abkühlen und regenerieren.
- Richtige Ausrüstung: Mehrschichtige Kleidung reguliert Temperatur. Helme bei Sturzrisiken (z. B. Ski, Snowboard, Hockey), Schutzbrillen, wasserdichte Kleidung, Handschuhe und passendes Schuhwerk schützen vor Erfrierungen und Unterkühlung.
- Aufmerksamkeit wahren: Müdigkeit erhöht Risiken. Pausen einlegen, Umgebung beobachten und Kollisionen vermeiden.
Wintersport macht Spaß – mit Prävention und Wissen bleibt die Saison für die ganze Familie sicher und unvergesslich.
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