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Häufige Verletzungen beim Gehen: Ursachen, Symptome und bewährte Vorbeugung

Es sind nicht nur Aktivitäten wie Laufen, Gewichtheben oder Fußball, die Verletzungen verursachen können.

Trotz seines Rufs als ideale, schonende Form der körperlichen Betätigung kann auch Gehen zu Verletzungen führen, wenn man nicht aufpasst. Von Blasen bis hin zu Sehnenscheidenentzündungen – Spaziergänger sind nicht davor gefeit. Dennoch sollten Sie Ihre Wanderschuhe nicht an den Nagel hängen. „Die Vorteile des Gehens für die körperliche Fitness überwiegen bei Weitem die Risiken“, betont Liz Poppert, Assistenzprofessorin für Physiotherapie an der University of Southern California.

Hier stellen wir die häufigsten Gehverletzungen vor und geben praxisnahe Tipps von Experten, wie Sie sie behandeln oder gar vermeiden können.

BLASEN

Blasen entstehen durch Reibung aufgrund schlecht passender Schuhe und verschwitzter Socken. Obwohl sie meist klein sind, können diese mit Flüssigkeit gefüllten Hautbeutel einen Spaziergang oder eine Wanderung ruinieren. Egal wie verlockend es scheint, Podologe James R. Christina, Geschäftsführer der American Podiatric Medical Association, rät dringend davon ab, Blasen aufzustechen. „Wenn Sie die Haut durchstechen, öffnen Sie die Tür für Bakterien und verschlimmern das Problem“, warnt er.

Die Lösung: Bei kleinen Blasen reicht oft ein Pflaster, um weiterzugehen. Größere Blasen erfordern eine Pause und den Wechsel zu anderen Aktivitäten, bis sie verheilt sind. Zur Vermeidung empfehlt Christina gut sitzende Schuhe und feuchtigkeitsableitende Socken.

PLANTAR FASCITIS

Die Entzündung des Gewebebands (Faszie), das Fersenbein und Zehenbasis verbindet, verursacht starke Schmerzen. In leichten Fällen lassen sie sich oft durch Gehen lösen, erklärt Poppert: „Ein Gehtraining kann anfangs unangenehm sein, dann verschwinden die Schmerzen meist für den Rest des Spaziergangs. Bei schweren Fällen eskalieren sie jedoch.“

Die Lösung: Rezeptfreie Schmerzmittel und Eisauflagen dreimal täglich für 20 Minuten lindern die Beschwerden. Regelmäßiges Dehnen, Physiotherapie, Einlagen oder Fußgewölbekräftigung reduzieren Spannungen. Sobald die Reizung nachlässt, können Sie Ihr Aktivitätsniveau schrittweise steigern, rät Poppert.

SCHEINBEINSCHmerzen (SHIN SPLINTS)

Schmerzen und Entzündungen am inneren Schienbeinrand werden als Schienbeinkantensyndrom diagnostiziert. Der Schmerz kann scharf oder pochend sein und tritt während oder nach dem Gehen auf. Auch Gehen kann sie auslösen, besonders bei zu schnellem Aufbau oder unpassenden Schuhen – häufiger bei Plattfüßigen, sagt Christina.

Die Lösung: Ruhe, Eis und rezeptfreie Mittel beruhigen die Entzündung. Arbeiten Sie sich langsam in Ihr Programm ein: „Selbst beim Gehen müssen Sie sich steigern“, betont Christina.

SEHNENENTZÜNDUNG (TENDINITIS)

Entzündete Sehnen verursachen Schwellungen, Schmerzen und Reizungen – oft durch verspannte Waden, Knochensporne oder zu intensives Gehen. Häufig betroffen: Achillessehne und Tibialis-posterior-Sehne, die das Fußgewölbe stützt, erklärt Poppert.

Die Lösung: Ignorieren Sie den Schmerz nicht. Ruhen Sie aus, kühlen Sie und nehmen Sie entzündungshemmende Mittel. Beim Wiedereinstieg helfen Fersenerhöhungen oder Einlagen gegen Rezidive.

METATARSALGIE

Stechende oder brennende Schmerzen um die Mittelfußknochen (Fußballenbereich) entstehen durch Bänderrisse, Entzündungen, schlechte Schuhe oder Schwielen. „Bei zunehmenden Schmerzen während der Aktivität: Sofort stoppen und ruhen“, rät Christina.

Die Lösung: Passende Schuhe, Einlagen oder Einweichen erweichen Schwielen. Bei Deformitäten kann eine OP nötig sein. Zwischendurch: Schwimmen, Radfahren oder Ellipsentrainer entlasten den Vorfuß.

Verletzungen erzwingen Pausen, doch mit richtigen Schuhen und Vermeidung von Überlastung genießen Sie kilometerlanges, verletzungsfreies Gehen.