Das Gehen mit Gewichten boomt seit den Fitness-Videos der 80er-Jahre à la Jane Fonda. Ob Hand- oder Knöchelgewichte: Viele glauben, dass extra Pfunde den Kalorienverbrauch ankurbeln und so beim Abnehmen helfen. Studien bestätigen, dass zusätzliches Gewicht den Grundumsatz steigern kann.
Sollten Sie auf dem Weg zur Arbeit Knöchelgewichte tragen? Ist eine Wanderung mit Handgewichten effektiver? Ist das Konzept noch aktuell?
Die Auswirkungen von zusätzlichem Gewicht
Warum machen es nicht mehr Menschen? Viele Trainer raten davon ab. „Bei einer 5-Meilen-Wanderung in den Bergen mit Handgewichten setzt irgendwann Ermüdung ein, und die Form leidet“, erklärt Michelle Lovitt, renommierte Bewegungsphysiologin und Trainerin aus Los Angeles. „Sie kompensieren dann: ungleichmäßige Gewichtsverteilung, einseitige Belastung oder Balanceprobleme.“
Beobachten Sie jemanden auf dem Laufband mit Handgewichten: Nach 10 Minuten sinken die Schultern, Beine werden nicht voll gestreckt, ein Arm hängt tiefer. Auf dem Band können Sie die Gewichte ablegen – bei einer Wanderung nicht. „Schlechte Haltung belastet oft den unteren Rücken und führt zu Verletzungen“, warnt Lovitt.
Lovitts Tipp: Nur mit Gewichtsweste Gewicht hinzufügen. „Sie verteilt das Gewicht gleichmäßig und steigert den Kalorienverbrauch durch höhere Herzfrequenz – aber nur für Fortgeschrittene, nicht Anfänger.“
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Passen Sie es an Ihre Ziele an
Athleten trainieren mit Westen, Bändern oder Widerstand für mehr Speed. Für Normalsterbliche ohne Wettkampf: Trennen Sie Ausdauer und Krafttraining. „Geben Sie im Studio alles beim Zirkeltraining, dann folgt eine Stunde Gehen“, rät Lovitt.
Bei kurzen Spaziergängen (5 Minuten mit dem Hund) sind Hand- oder Knöchelgewichte okay. Bei längeren Touren: Finger weg. „Meine starken Klienten nutzen Westen für Plyometrie, aber Hand- oder Knöchelgewichte bei Wanderungen? Niemals. Sogar das Handy vermeide ich, um einseitige Spannung zu verhindern“, betont Lovitt.