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Bewegung durchbricht Long-COVID-Zyklus: Schutz vor Diabetes und Depressionen

Bewegung durchbricht Long-COVID-Zyklus: Schutz vor Diabetes und DepressionenDie Vorteile von Bewegung für die Gesundheit sind umfassend erforscht. Neue Studien belegen nun, dass körperliche Aktivität den entzündungsbedingten Teufelskreis nach einer Covid-19-Erkrankung unterbrechen kann – und damit das Risiko für Diabetes und Depressionen monatelang senkt.

Noch fehlt eine etablierte medizinische Therapie für Long COVID, das die US Centers for Disease Control (CDC) als "Konstellation schwächernder Symptome" beschreiben: Gehirnnebel, Muskelschmerzen und anhaltende Erschöpfung, die lange nach der akuten Infektion bestehen bleiben.

Long COVID kann Depressionen auslösen und den Blutzuckerspiegel so stark anheben, dass eine diabetische Ketoazidose droht – eine lebensbedrohliche Komplikation, typisch für Typ-1-Diabetes, wie Forscher in der Fachzeitschrift *Exercise and Sport Sciences Reviews* darlegen.

Beispiel: Jemand erholt sich von Covid-19 ohne schwere Verläufe, entwickelt aber sechs Monate später Diabetes.

"Bewegung bekämpft die Entzündung, die zu erhöhtem Blutzucker, Diabetes-Entwicklung und klinischer Depression führt", erklärt Dr. Candida Rebello vom Pennington Biomedical Research Center in den USA.

"Körperliche Aktivität ist essenziell für ein gesundes Leben. Unsere Forschung zeigt: Sie durchbricht die Entzündungskaskade, die zu Typ-2-Diabetes führt", ergänzt Executive Director John Kirwan, Mitautor der Studie.

Auch die Herzgesundheit profitiert: Häufige Long-COVID-Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Brustschmerzen und Atemnot lassen sich mildern – oft Ursache kardiovaskulärer Probleme.

Wie viel Bewegung reicht? "Kein Marathon nötig", betont Rebello. "Langsames Gehen zählt schon. Streben Sie 30 Minuten an, starten Sie mit 15 Minuten – idealerweise zweimal täglich. Jeder Anfang zählt, steigern Sie sich schrittweise auf die WHO-Empfehlungen."