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Fartlek-Training: Effektiv deine Laufgeschwindigkeit und Ausdauer steigern

Hast du schon vom Fartlek-Training gehört? Dieser Begriff stammt aus dem Schwedischen: „Fart“ bedeutet Geschwindigkeit und „lek“ Spiel. Entwickelt wurde es 1930 vom schwedischen Leichtathleten Gustaf Holmér. Als Speed-Workout eignet es sich hervorragend für Mittel- und Langstreckenlauf.

Was ist Fartlek-Training?

Beim klassischen Fartlek variierst du beim Laufen im Freien deine Geschwindigkeit und Belastung spontan. Aufwand und Intervalle sind nicht festgelegt – sie richten sich nach Gelände, Untergrund und deinem aktuellen Befinden. So schwankt die Anstrengung natürlich während der Einheit.

Gut zu wissen: Fartlek dreht sich um spielerisches Experimentieren mit Tempo. Herzfrequenz und Uhr sind zweitrangig – viele Läufer empfinden das als besonders motivierend.

Fartlek-Training: Effektiv deine Laufgeschwindigkeit und Ausdauer steigern

Die Vorteile des Fartlek-Trainings

Im Gegensatz zum Dauerlauf passt sich dein Körper bei Fartlek ständig an wechselnde Geschwindigkeiten und Untergründe an. Das bringt klare Vorteile:

  1. Der Wechsel zwischen Belastung und Erholung steigert die Ausdauer im hohen Pulsbereich. Dein Körper lernt, länger hohe Intensitäten zu halten – ideal für die Gesamtausdauer.
  2. Tempo- und Untergrundwechsel stärken Muskeln und Sehnen, was Verletzungen vorbeugt.
  3. Bergläufe auf variablen Böden trainieren Gleichgewicht, Koordination und Beweglichkeit.
  4. Du lernt spielerisch deine Grenzen kennen und übst das Überholen – super für Rennen und Finalsprints.

Fartlek vs. Intervalltraining: Der Unterschied

Beim Intervalltraining hältst du dich an feste Sprintpläne mit nur zwei Tempi. Fartlek hingegen priorisiert Flexibilität: Du achtest auf Tempo und Gelände, was mehr Konzentration erfordert. Fartlek fordert vielfältige Muskeln und verbessert die Koordination stärker.

Fartlek-Training: Effektiv deine Laufgeschwindigkeit und Ausdauer steigern

Beispiel-Workouts für Fartlek

Es gibt zwei Varianten:

  • Schwedisches Fartlek: Intuitiv, ohne Uhr. Konzentriere dich auf dein Körpergefühl.
    Beispiel: 15 Min. bei 75 % HFmax – 40-m-Sprint – 5 Min. bei 60 % – 3 Min. bergauf bei 85 % – 2 Min. bergab bei 65 % – 1,5 Min. bei 90 % usw. Abschluss mit Abkühlen bei 60 % (HF-Zone 1).
  • Polnisches Fartlek: Geplante Tempowechsel – guter Einstieg ins Intervalltraining.
    Beispiel: 2 Min. bei 85 % HFmax – 4 Min. bei 60 % – 3 Min. bei 85 % – 6 Min. bei 60 % – 4 Min. bei 85 % – 8 Min. bei 60 % – 3 Min. bei 85 % – 6 Min. bei 60 % – 2 Min. bei 85 %.

Expertentipp: Bei Sprints wähle ein fernes Objekt als Ziel – das schärft den Fokus.

Fartlek-Training: Effektiv deine Laufgeschwindigkeit und Ausdauer steigern

Fartlek in deinen Trainingsplan integrieren

Richte Fartlek auf deine Ziele aus, z. B. Halbmarathon. Es eignet sich nicht für tempo-spezifische Einheiten oder harte Erholungsläufe. Die spielerische Art boostet die Motivation psychologisch.

Tipp für Anfänger: Gehe langsam vor – erkunde Grenzen schrittweise, um Überforderung zu vermeiden.

Tipps, um schneller zu laufen:

Über Ruth:

Fartlek-Training: Effektiv deine Laufgeschwindigkeit und Ausdauer steigern

Ruth Spelmeyer ist 400-m-Sprinterin und adidas-Athletin. Höhepunkte: Olympische Spiele 2016 in Rio. Neben dem Sport studiert sie Psychologie, kocht und reist gerne.

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