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Herzfrequenzmesser im Training: Nutzen, Funktion und Modelle im Überblick

Technologie hat uns zu Datenexperten gemacht, besonders im Sport. Tragbare Geräte liefern Informationen über Schritte, Distanz und Geschwindigkeit direkt ans Handgelenk.

Ein wichtiger Wert ist die Herzfrequenz. Sie gibt Aufschluss über Training, Erholung und allgemeine Gesundheit. Trainingsphysiologe Chris Travers erklärt, was bei der Nutzung eines Herzfrequenzmessers wichtig ist.

Brauche ich einen Pulsmesser?

Nein, er ist nicht zwingend notwendig für einen aktiven, gesunden Lebensstil. Es kommt darauf an, welche Informationen Ihnen wichtig sind.

Während des Trainings ist die Herzfrequenz ein Schlüsselindikator für die Trainingsintensität. „Eine konstante Herzfrequenz über längere Zeiträume kann die Kalorien- und Fettverbrennung fördern und die kardiovaskuläre Gesundheit verbessern“, so Travers.

Ein Herzfrequenzmesser kann auch vor Überanstrengung warnen.

Wie Herzfrequenzmesser funktionieren

Herzfrequenzmesser messen elektrische Signale des Herzens und übertragen sie an eine Armbanduhr oder eine zentrale Einheit. Die Daten können am Computer analysiert werden, um das Training zu interpretieren und seine Vorteile besser zu verstehen.

Eine grobe Schätzung ist durch manuelle Pulsmessung möglich, aber dies kann das Training stören. Elektronische Herzfrequenzmesser liefern präzise Echtzeitdaten.

Vorteile eines Herzfrequenzmessers

Ein Herzfrequenzmesser ermöglicht die Verfolgung wichtiger Informationen. „Beim Training verbrauchen Sie Energie“, erklärt Travers. „Die Herzfrequenzmessung hilft zu bestimmen, welche Energiequelle genutzt wird.“

Je höher die Herzfrequenz, desto mehr Kalorien werden verbrannt. „Aber“, so Travers, „bei höherer Herzfrequenz werden mehr Kohlenhydrate als Fett zur Energiegewinnung verbrannt, da der Körper Fett nicht schnell genug verbrennen kann.“ Durch Anpassung der Intensität an die Herzfrequenz kann die Fettverbrennung optimiert werden.

„Die beste kardiovaskuläre Trainingsroutine berücksichtigt nicht nur die Dauer, sondern auch die Intensität“, betont Travers. „Die Überwachung der Intensität ermöglicht optimalen Kalorienverbrauch sowie Fett- und Kohlenhydratverbrennung. Ein Herzfrequenzmesser unterstützt die Intensitätskontrolle.“

Herzfrequenzzonen

Ein Herzfrequenzmesser zeigt den aktuellen Herzfrequenzbereich während des Trainings an. Die maximale Herzfrequenz wird durch Subtraktion des Alters von 220 ermittelt (z.B. 185 bei einem Alter von 35 Jahren). Daraus lassen sich die optimalen Herzfrequenzzonen zur Fettverbrennung ableiten.

Bei 50–60 % der maximalen Herzfrequenz werden 85 % der Kalorien aus Fett verbrannt. Bei 60-70 % sinkt der Fettanteil auf 65 %. Bei 70-80 % werden nur 45 % der Kalorien aus Fett gewonnen.

Verschiedene Modelle von Herzfrequenzmessern

Ein Herzfrequenzmesser ist ein wissenschaftliches Hilfsmittel zur Trainingskontrolle und Fortschrittsverfolgung. Neben Ringen und Bizepsgurten gibt es hauptsächlich zwei Varianten: Fitnesstracker und Brustgurtmesser.

Fitnesstracker

Fitnesstracker sind beliebt, da sie die Verfolgung von Fitnesszielen wie Schritte, Distanz, Kalorienverbrauch und Herzfrequenz ermöglichen.

Die Technologie hat sich stark verbessert, wodurch Genauigkeitsprobleme weitgehend behoben wurden. Sinkende Preise haben ihre Popularität gesteigert.

„Vor 8 bis 10 Jahren trugen nur ernsthafte Läufer solche Geräte, und es waren große, unhandliche Geräte“, sagt Travers. „Heute trägt fast jeder einen Fitnesstracker, sei es eine Apple Watch, ein Garmin, ein Fitbit oder etwas anderes.“

Fitnesstracker bieten unterschiedliche Funktionen. Die meisten beinhalten Echtzeit-Herzfrequenzmessung, was sehr nützlich ist, so Travers. Neben der Herzfrequenz während des Trainings liefern sie Informationen über die Ruheherzfrequenz.

„Sie geben Auskunft über den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems“, fügt er hinzu. „Je niedriger die Ruheherzfrequenz, desto weniger muss das Herz arbeiten, was entscheidend ist. Je weniger Stress das Herz hat, desto besser.“

„Brustgurtmodelle nutzen Elektroden, die die Haut berühren, um die elektrische Aktivität des Herzens zu messen, während Fitnesstracker optische Sensoren verwenden, die den Blutfluss in den Venen unterhalb des Sensors messen“, sagt er. Verrutscht ein Fitnesstracker, kann dies die Genauigkeit beeinträchtigen.

Dennoch sind die Messwerte heute deutlich genauer als früher.

Modelle mit Brustgurt

Die gängigsten Modelle bestehen aus einem Brustgurt und einem Armbanduhrempfänger. Einfache Modelle zeigen Zeit und Herzfrequenz an (offenes Signal), so Travers.

Fortgeschrittene Modelle nutzen ein codiertes Signal und können mit Laufsensoren für Trittfrequenz, Distanz und Geschwindigkeit verwendet werden. Einige verfügen über GPS zur Markierung von Orten, Speicherung von Strecken und Workouts.

Vorteile

  • Kontinuierliche Herzfrequenzinformationen ohne Unterbrechung.
  • Höhere Genauigkeit als trägerlose Modelle.
  • Größere Modellauswahl.

Nachteile

  • Höherer Preis.
  • Basismodelle haben ein offenes Signal, daher Interferenzmöglichkeit mit anderen Monitoren.
  • Brustgurte können unbequem sein.