Kniebeugen, Kreuzheben und Joggen – Übungen, die man selten mit Senioren verbindet. Doch ab einem gewissen Alter sind Dehnübungen oder Spaziergänge oft das Maximum? Nicht für die neuen fitten Sechziger und Siebziger. Als erfahrener Fitnesstrainer und Ernährungsexpertin zeigen wir, warum das möglich ist.Die Oma, die Deadlifts stemmt
Fitnesstrainer Chirag Chordia trainierte vor einem Jahr seine entmutigte 82-jährige Großmutter Kiran Bai. Heute, mit 83, beherrscht sie Goblet Sit-to-Stand, Deadlifts, Split Squats, Ruderübungen, Couch Leg Press und Glute Bridge. „Wir wählten Übungen, die ihr Spaß machen, und steigerten schrittweise Sätze, Wiederholungen, Gewichte und Komplexität“, erklärt Chirag.
Zumba mit 80? Krafttraining mit 90? Absolut machbar!
Die Sporternährungswissenschaftlerin Roshni Sanghvi betont: „Viele scheuen vor Altersschwellen zurück wegen Vorsichtsmaßnahmen. Doch Sie können mit 80 Zumba tanzen – auch ohne Tanzhintergrund – oder mit 90 Krafttraining starten.“ Beweis: Fitnessmodel und Trainer Tripat Singh (76), der mit 62 begann.
Ruhestand ohne Workout? Keine Option
Tripat Singh, ehemaliger Bundesringer, pausierte 40 Jahre, startete mit 62 durch. „Ruhestand bedeutet nicht, auf Sport zu verzichten. Fangen Sie langsam an und steigern Sie sich“, rät der 76-Jährige.
Warum Senioren trainieren müssen
„Sport schützt vor neurodegenerativen Erkrankungen. Nur Gehen reicht nicht, da es die Herzfrequenz nicht ausreichend steigert. Mit dem Alter schwindet Muskelmasse, was Cholesterin und Diabetes begünstigt. Muskeln verbrennen Kalorien – trainieren Sie sie für Gesundheit“, erklärt Roshni Sanghvi.
Immer mit Experten starten
„Holen Sie Physiotherapeuten oder Chiropraktiker ran. Trainieren Sie idealerweise mit zertifiziertem Trainer für Senioren in einem Studio. Ergänzen Sie mit Ernährungsplan und ausreichend Erholung“, rät Roshni.