Wenn Sie zu den rund 30 Millionen Erwachsenen in den USA gehören, die unter Gelenkschmerzen leiden, wissen Sie, wie lähmend diese sein können. Sie behindern die Aktivität und machen alltägliche Aufgaben oft unmöglich. Doch Ihr Orthopäde hat mehr zu bieten als Tabletten oder Operationen.
Je nach Schweregrad Ihrer Beschwerden können Injektionen eine wertvolle Option darstellen, um Schmerzen zu lindern und Sie wieder beweglich zu machen, erklärt der Sport- und medizinische Orthopäde Jason Genin, DO.
„In vielen Fällen setzen wir diese Injektionen ein, um Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken zu reduzieren“, sagt Dr. Genin. „Bei einigen Patienten treten monatelang weniger Symptome auf.“
Für Knieschmerzen gibt es verschiedene injizierbare Therapien – von bewährten Kortikosteroiden bis hin zu innovativen Zelltherapien wie plättchenreichem Plasma (PRP), so Dr. Genin.
Die Wahl hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab, betont der Sport- und medizinische Orthopäde Dominic King, DO.
„Nicht jede Injektion passt zu jedem Patienten“, erläutert Dr. King. „Wir nehmen uns Zeit, Ihre Probleme genau zu analysieren und einen maßgeschneiderten Injektionsplan zu entwickeln, der in Ihren gesamten Kniebehandlungsplan passt.“ Dazu gehören oft Gewichtsreduktion, Bewegung, Dehnübungen, Aktivitätsanpassungen, entzündungshemmende Medikamente und Injektionstherapie.
Verfügbare Injektionstherapien im Überblick
Kortikosteroid-Injektionen
Klassische Kortikosteroid-Injektionen („Kortison“) sind besonders in fortgeschrittenen Arthrose-Stadien wirksam. Sie meistern akute Schubphasen und können eine Operation verzögern.
Hyaluronsäure-Injektionen
Hyaluronsäure (HA)-Injektionen kommen zum Einsatz, wenn Kortison nicht hilft. Sie sind primär für das Knie zugelassen.
Bei fehlenden Entzündungszeichen priorisieren Ärzte oft HA, besonders bei Diabetikern, da Kortison den Blutzucker beeinflussen kann.
HA-Injektionen, auch Gel-Injektionen genannt, ähneln chemisch der natürlichen Gelenkflüssigkeit.
Bei Arthrose wird diese Flüssigkeit wässrig. HA stellt Schmiermittel- und Stoßdämpfer-Eigenschaften wieder her.
„HA wirkt wie ein Polster gegen entzündliche Zellen“, erklärt Dr. Genin. „Manchmal regt es die eigene HA-Produktion an.“ Manche Experten sehen auch eine schützende Wirkung auf Nervenenden.
Eine Serie von ein- bis dreimaliger Injektion lindert Symptome typisch 4–5 Monate, bis zu einem Jahr. Versicherungen übernehmen meist nur alle sechs Monate.
Plättchenreiches Plasma (PRP)-Injektionen
PRP-Injektionen nutzen eigenes Blut: Nach Zentrifugation werden Blutplättchen konzentriert. „Wachsende Evidenz zeigt, dass PRP entzündungshemmenden Mitteln oder Kortison ebenbürtig oder überlegen ist, vor allem in frühen Arthrose-Stadien“, sagt Dr. Genin.
Mögliche Nebenwirkungen
Risiken sind minimal: Selten Infektionen oder Injektionsschmerzen. Bei PRP kurzfristig entzündungshemmende Tabletten pausieren, rät Dr. Genin.
„Diese Therapien lindern Schmerzen oft effektiv, stoppen sie aber nicht dauerhaft“, warnt Dr. King. „Am besten wirken sie kombiniert mit anderen Maßnahmen. Operationen kommen nur, wenn alles andere fehlschlägt.“