Sie sind mitten im Lauf oder Tennismatch vertieft, spüren den Rhythmus Ihres Körpers – und plötzlich überfällt Sie ein Kopfschmerz. Anstrengungsbedingte Kopfschmerzen können Tage dauern, zu Körperbeschwerden und Frustration führen.
Lassen Sie nicht zu, dass Kopfschmerzen Ihre Fitnessziele sabotieren. Als erfahrene Sportler und Patientenberaterin teile ich mit Ihnen, was Sie über belastungsinduzierte Kopfschmerzen wissen müssen – basierend auf Erkenntnissen von Expertin Dr. MaryAnn Mays.
F: Was verursacht Kopfschmerzen beim Training?
A: Bei Anstrengung benötigen Muskeln im Kopf-, Nacken- und Kopfschutzbereich mehr Blut. Das erhöhte Blutvolumen in den Gefäßen kann zu Belastungskopfschmerzen führen. Besonders bei langanhaltenden, intensiven Aktivitäten tritt das häufiger auf.
„Es entsteht typischerweise auf dem Höhepunkt hoher Belastung, etwa beim Laufen, Aerobic, Schwimmen oder Tennis“, erklärt Kopfschmerzspezialistin Dr. MaryAnn Mays.
Gewichtheben kann ebenfalls „Gewichtheberkopfschmerzen“ auslösen, ergänzt sie.
Weitere Auslöser für belastungsinduzierte Kopfschmerzen sind:
- Austrocknung
- Höhenänderung
- Vorgeschichte von Migräne
- Heißes, schwüles Wetter
F: Wie vermeiden Sie belastungsbedingte Kopfschmerzen?
A: Prävention beginnt mit Hydration. Trinken Sie vor und während des Trainings ausreichend Wasser.
„Viele trainieren morgens ohne vorher zu essen oder trinken“, warnt Dr. Mays. Das ist ein Fehler.
Gegen andere Auslöser helfen folgende Maßnahmen:
- Bei hellem Sonnenlicht oder Hitze: Sonnenbrille und atmungsaktive Kleidung tragen. Oder kühlere Uhrzeiten wählen.
- Wenn bestimmte Übungen triggern: Routine variieren. Dr. Mays empfiehlt Yoga und Pilates.
F: Wie behandeln Sie diese Kopfschmerzen?
A: Gelegentliche, kurze Kopfschmerzen stören selten. Bei häufigen, tagelangen Beschwerden helfen rezeptfreie Entzündungshemmer kurzfristig.
Meiden Sie Überdosierung – das kann Rebound-Kopfschmerzen verschlimmern, rät Dr. Mays.
Bei chronischen Fällen und regelmäßigem Training: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über tägliche Medikamente wie Indomethacin.
F: Wann sind Kopfschmerzen besorgniserregend?
A: Jeder mit Anstrengungskopfschmerzen sollte einen Arzt konsultieren. Dieser empfiehlt Prävention und Therapien.
Bei einseitigen, nackenbezogenen Schmerzen (zervikogener Kopfschmerz) hilft Physiotherapie oder ein Trainer.
„Ab 40 Jahren: Sofort zum Arzt!“, betont Dr. Mays.
Weitere Alarmsignale:
- Schwerer, plötzlicher „Donnerschlag“-Kopfschmerz
- Mit Schlafrigkeit, Verwirrtheit oder Ohnmacht
- Länger als zwei Tage anhaltend
Regelmäßiger Sport ist essenziell für die Gesundheit. Präventiv handeln und bei Verdacht einen Arzt aufsuchen – so bleiben Sie fit und schmerzfrei.