Triathlons pushen den Körper mit Schwimmen, Radfahren und Laufen an seine Grenzen. Eine umfassende Studie der Minneapolis Heart Institute Foundation in Minnesota offenbart, dass bestimmte Gruppen einem erhöhten Risiko für plötzlichen Tod – also jeden unerwarteten Tod – ausgesetzt sind.
Diese Erkenntnisse basieren auf der Analyse von Daten:
- Todesfälle und Herzstillstände sind keine Seltenheit: Inzidenz ca. 1,7 pro 100.000 Teilnehmer.
- Betroffen sind vor allem Männer mittleren und höheren Alters sowie Erstteilnehmer.
- Männer tragen ein signifikant höheres Risiko als Frauen.
- Die meisten Vorfälle passieren im Schwimmsegment.
- Bei vielen Opfern lag eine unerkannte Herzkrankheit oder -anomalie vor.
Die Forscher werteten Daten von rund 9 Millionen Triathlon-Teilnehmern über 31 Jahre aus und identifizierten 135 Fälle von plötzlichen Toden, wiederbelebten Herzstillständen und traumabedingten Toden durch Kollisionen. Im Radsegment gab es 15 traumaassoziierte Todesfälle.
Davon waren 107 plötzliche Tode und 13 wiederbelebte Herzstillstände dank rechtzeitiger CPR und Defibrillation.
Risiken gezielt senken
Experten empfehlen, Sicherheitsstandards bei Events zu verschärfen. Für von der US-Triathlon-Organisation zertifizierte Veranstaltungen gelten bereits:
- Mindestanforderungen an medizinisches Personal, Wasserqualität, Wasserretter und Koordination mit Rettungsdiensten.
- Regeln für Neoprenanzüge gegen Hypo- oder Hyperthermie im Schwimmen.
- Sichere Wassertemperaturen.
- Bei Ironmans mit über 2.000 Startern: Keine Massenstarts, um notfallgefährdete Athleten schneller zu erkennen.
Männer mit potenziellen Risiken sollten vor dem Rennen einen Arzt konsultieren, rät Sportkardiologe Dermot Phelan, MD, PhD (nicht an der Studie beteiligt). "Achten Sie bei Triathlon-Vorbereitung auf Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot, Herzrasen oder Schwindel – suchen Sie dann einen sportmedizinisch erfahrenen Kardiologen.", betont er.
Richtiges Training ist essenziell, besonders für ältere Männer. Lassen Sie Cholesterin, Blutdruck und Blutzucker prüfen, bevor Sie an Ausdauer-Events starten, rät Dr. Phelan.
Die vollständige Studie erscheint in Annals of Internal Medicine.