Ein gründliches Aufwärmen ist der Schlüssel zu Ihrer besten Rennleistung. Es aktiviert Muskeln, steigert die Durchblutung und minimiert Verletzungsrisiken. Jede Routine muss auf die Distanz abgestimmt sein. Als Laufexperten teilen wir hier detaillierte Aufwärmprogramme für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon.
Richtig aufwärmen: Der Aufbau
Ein effektives Aufwärmen gliedert sich in zwei Phasen:
- Der allgemeine Teil umfasst 10–15 Minuten Joggen sowie dynamische Dehnübungen.
- Der spezifische Teil beinhaltet Laufdrills wie Sprünge, Po-Kicks und Fußkreisen. Für Kurz- und Mittelstrecken eignen sich Beschleunigungen ideal, um den Tempoübergang zu trainieren. Steigern Sie langsam von lockerem Trab bis zu 90 % Ihres Maximaltempos.
Unser Tipp: Planen Sie das Aufwärmen so, dass Sie direkt vor dem Start fertig sind.
Die Dauer variiert je Distanz. Schauen Sie sich das Beispiel für ein 5-km-Rennen an – und passen Sie es für längere Strecken an.
Beispiel: Aufwärmen für 5 km
5-km-Rennen fordern von Anfang an Volleinsatz. Wärmen Sie gründlich auf: 10–15 Minuten lockeres Joggen erhöht Puls und Durchblutung. Sobald Sie warm sind, folgen dynamische Dehnungen zur Mobilisation.
Dynamische Dehnungen (3–5 Mal pro Seite):
- Ausfallschritt nach vorn: Füße hüftbreit, Kern aktiv. Großer Schritt mit links vorn, Oberschenkel parallel zum Boden, hinteres Knie fast Boden. Zurückdrücken und wechseln.

- Seitlicher Ausfallschritt: Aus Ausgangsposition seitlich mit rechts austreten, Hüfte zurück, rechtes Knie beugen bis parallel. Ferse drücken und wechseln.

- Sternberührung: Füße breiter als Schultern, Beine gestreckt. Linke Hand zu rechten Zehen, aufrichten und wechseln.

- Knie-zur-Brust-Dehnung stehend: Füße hüftbreit. Rechtes Knie hochziehen, Finger verschränken und zur Brust ziehen. Wechseln.

Danach spezifische Übungen für Koordination und Lauftechnik.
Lauftechnik-Drills
Joggen Sie langsam, integrieren Sie 5 Sekunden Drill-Bewegungen. 2–3 Wiederholungen pro Übung.
- Hintertritte: Ferse zum Po abwechselnd, Rücken gerade, Arme schwingen.
- Übersprünge: Abstoß rechts, linkes Knie parallel heben. Vorlehnen kontrollieren.
- Fußketteln: Zehenabdruck, Ferse hoch, minimaler Bodenkontakt, Kern fest.
Zum Abschluss: Muskelaktivierung durch kurze Beschleunigungen – aber sparsam, um Reserven zu schonen.
Beschleunigungen
Von Joggen zu 90 % Sprint über 60 m. 3–4 Mal mit 1 Minute Trab dazwischen.
Wichtig: Fertig bis wenige Minuten vor Start – Muskeln dürfen nicht auskühlen.
Jedes Programm enthält Joggen, Dehnungen und Drills. Beschleunigungen passen für kürzere Distanzen; bei längeren testen Sie selbst.
Anpassung für andere Distanzen
Vergleich der Routinen:
Allgemeiner Teil (Joggen + Dehnungen):
- 5 km: 15–20 Minuten
- 10 km: 10–15 Minuten
- Halbmarathon: 10 Minuten
- Marathon: 5–10 Minuten
Spezifischer Teil (Drills + Beschleunigungen):
- 5 km: 10 min / 3–4 × 60 m
- 10 km: 5–10 min / 2–3 × 60 m
- Halbmarathon: 5 min / 1–2 × 60 m
- Marathon: 5 min / 0–1 × 60 m
Unser Tipp: Schwitzen Sie leicht? Perfekt. Berücksichtigen Sie Wetter und Feuchtigkeit.
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Nach dem Rennen: Entdecken Sie Tipps zur Regeneration.
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