Persönliche Erfahrungen einer Runtastic-Mitarbeiterin
Meine erste Diät startete ich mit zwölf Jahren. Mit siebzehn dachte ich über plastische Chirurgie nach. In meinen mittleren Zwanzigern kämpfte ich erfolgreich gegen Bulimie. Und in den frühen Dreißigern war ich privat am dünnsten – doch da begann ich, meine Nase zu hassen.
Seit jeher lobten andere mein Selbstbewusstsein. Doch innerlich war ich selten mit meinem Körper zufrieden und hasste ihn oft. Leider teilen viele – vor allem Frauen – diese Gefühle.
Was hat mich schließlich befreit?
Positive Inspiration in sozialen Medien finden
Bei meinem Einstieg auf Instagram überwältigten mich perfekte Bilder, Influencer und makellose Körper. Doch zufällig entdeckte ich Plus-Size-Models wie Ashley Graham, die Body Positivity lebt. Unter #beautybeyondsize fand ich kurvige Menschen in schicker Mode, Dessous, beim Sport oder im Alltag.

Dank des Algorithmus füllte sich mein Feed mit stolzen, selbstbewussten Frauen aller Formen: Sanduhr-, Apfel-, Birnenfiguren, Größe 36 bis 46. Täglich 30 Minuten solcher Inhalte veränderten mein Selbstbild grundlegend. Heute beneide ich in Anzeigen keine Thigh Gaps mehr. Ich liebe, wie meine Oberschenkel meine Röhrenjeans füllen – vor einem Jahr hätte ich das nie getragen. Und mein Lieblingsoutfit? Ein bauchfreies Top!

Wir alle schauen zu anderen auf – wir können Vorbild sein
Viele Tipps zum glücklichen Leben laufen auf 'Ignoriere andere Meinungen' hinaus. Ich vergleiche mich weiterhin, akzeptiere das aber. Gleichzeitig weiß ich: Ich mache so einiges gut. Vielleicht gefällt jemandem mein Stil, meine Erziehung oder meine Anekdoten.
Komplimente von Kollegen, Rat suchende Freunde oder Gelächter bestätigen: Mein authentisches Ich inspiriert andere. Das motiviert mich täglich.

Perspektive wechseln und relativieren
Mein Gewicht schwankte in 20 Jahren um 15 Kilo. Heute bei meinem Höchststand betrachte ich alte Fotos: Schlank sah ich 'besser' aus, fühlte mich aber besessen von Kalorien, Kleidung und Ernsthaftigkeit. Heute priorisiere ich Wohlbefinden.
Fortschritt ist kontinuierlich
Nach einer Knie-OP pausierte ich sechs Monate Training – jetzt fühle ich mich unfit. Ich starte Results App neu, nicht aus Hass, sondern Liebe zu meinem Körper. Laufen freue ich mich drauf, für Energie und Fitness. Abnehmen? Sekundär.

Diäten endeten bei mir in Essstörungen. Nun wähle ich 'Gesunde Balance' für weniger Zucker und mehr Positivität. Intermittierendes Fasten teste ich ebenfalls.
Perfekt? Nein. Aber gut drauf? Ja – und das zählt.
Über Monika:

Monika ist HR-Expertin bei Runtastic und lebt unsere Werte. Als Mutter zweier Kinder ist sie Vorbild für Selbstakzeptanz und Humor.
***