Olympische Athleten erreichen Leistungen, die uns alle staunen lassen. Viele betonen: Erfolg basiert nicht nur auf Talent und Training, sondern vor allem auf Disziplin und cleveren Gewohnheiten. Als erfahrene Sportjournalisten haben wir mit aktuellen und ehemaligen Olympioniken gesprochen, um ihre Geheimtipps zu erfahren. Diese bewährten Routinen können auch Ihnen helfen, persönliche Ziele zu meistern!

Über: Andreas Vojta, Olympiateilnehmer über 1.500 Meter bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London, österreichischer Sportler des Jahres 2012 und 2013, mehrfacher Staatsmeister im 1.500-Meter-Lauf.
Letztes Training vor dem Wettkampf: „Bevor ich zu einem großen Rennen oder einer internationalen Meisterschaft antrete, führe ich immer denselben abschließenden Trainingslauf durch. Das passiert drei bis vier Tage vor dem Start. Ich laufe im Renntempo oder sogar schneller, unterteilt in kurze Intervalle, um mich nicht zu überfordern. Diese Session bringt Körper und Muskeln in perfekten Rhythmus. Wenn die Wiederholungen leichtfallen, weiß ich: Ich bin bereit für ein Top-Rennen!“

Über: Corinna Kuhnle, Weltmeisterin 2010 und 2011, Gesamtweltcupsiegerin 2014 und 2015, Weltranglistenerste 2014, Weltranglistenzweite 2015, 8. Platz im Kanuslalom bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London.
Erholen Sie sich mit einem Powernap: „Nach einer harten Wildwasser-Session vormittags lade ich mittags mit einem kurzen Nickerchen meine Batterien auf. Im Schlaf erholt sich der Körper am schnellsten. Danach konzentriere ich mich besser und fühle mich frisch für die Nachmittags- und Abendtrainings. Wichtig: Vor der nächsten Einheit wieder aufwärmen, damit die Muskeln bereit sind.“

Über: Thomas Daniel, Moderner Fünfkämpfer seit 2000, Profisportler im Österreichischen Militärsportzentrum seit 2003, 6. Platz bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London.
Visualisieren Sie Ihre Ziele: „Vor den Olympischen Spielen in London begann und beendete ich jeden Tag mit Visualisierung. Ich malte mir den Ort und meine Ziele detailliert aus. Diese Gewohnheit war mein Erfolgsgeheimnis – sie half mir enorm, am Wettkampftag mein Bestes zu geben.“

Über: Jonathan Wyatt, zweifacher Olympiateilnehmer über 5.000 m und Marathon. Von 1998 bis 2008 sechs Mal Weltmeister im Berglauf.
Seien Sie auf alles vorbereitet: „Auf Reisen packe ich Rennschuhe und -kleidung immer ins Handgepäck. Gepäck kann verloren gehen oder Flüge verspäten. Einmal in Singapur verspätete sich unser Teamflug bis 3 Uhr morgens – wir holten die Schuhe raus und drehten eine Runde im Flughafen. Duschen, fit für den nächsten Flug: Auch für Stabhochspringer machbar!“

Über: Petra Zahrl, Schwimmerin und zweifache Olympiateilnehmerin in Sydney 2000 und Athen 2004.
Etablieren Sie eine Routine: „Eine feste Vorwettkampf-Routine half mir dreifach: Kein Stress, weniger Nervosität, mehr Selbstvertrauen. Ich packte die Tasche pünktlich, wärmte früh auf und sprach mit meinem Trainer. Alles erledigt – nichts vergessen. Ich sagte mir: ‚Wie letztes Mal, hat super geklappt, warum jetzt nicht?‘“

Über: Alexander Huber, U23-Europameister 2006, 7. Weltrangliste 2013, 9. Platz bei den Europameisterschaften 2013 und 2015, zweifacher Landesmeister, Sieger des Continentalcup-Finales 2016 und Weltcup-Finales 2012, qualifiziert für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.
Crosstraining für mentale Frische: „Beim Beachvolleyball optimieren wir endlose Details – das zehrt an Konzentration und Psyche. Ich lade auf mit Crosstraining: Als NBA-Fan und Streetballer schieße ich ein paar Körbe. Basketball ist ideal: Leicht körperlich, aber mental befreiend bei intensiven Einheiten.“
Welche Gewohnheiten boosten Ihren Erfolg? Teilen Sie Ihre Tipps in den Kommentaren – wir freuen uns!
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