Chaitanya Velhal, Subhojit Roy und Nishant Bhardwaj haben an virtuellen Marathons teilgenommen, als 2020 weltweit Veranstaltungen wegen der COVID-19-Pandemie verschoben wurden. Marathons und Laufevents waren unter den Ersten, die abgesagt wurden – vom Tokyo Marathon bis hin zu internationalen, nationalen und lokalen Wettkämpfen. Dennoch hielten sich Läufer fit dank virtueller Formate. Viele Organisationen ermöglichen es, von zu Hause aus zu laufen oder zu gehen, die Distanz per GPS, offiziellen Apps, Smartphones oder Fitnessuhren zu tracken und Ergebnisse an die Organisatoren zu senden. So konnten Trainingsleistungen für abgesagte Events nicht verloren gehen. Virtuelle Marathons motivieren Läufer in der Pandemie
Subhojit Roy, IT-Experte aus Pune und bekannter Läufer, plante den Boston Marathon im April 2020, doch die Pandemie kam dazwischen. Stattdessen absolvierte er den Virtual Boston Marathon und lief im September 44,5 km. „Boston-Qualifizierte konnten virtuell starten. Für Harttrainierende sind virtuelle Events ideal, um motiviert zu bleiben und Form zu halten“, sagt er. Seine Frau und sein Sohn begleiteten ihn auf 25 km.
Der Boston Marathon, ursprünglich für den 20. April geplant, wurde auf den 14. September verschoben; qualifizierte Läufer durften virtuell antreten.
Planen Sie Ihren Renntag
Virtuelle Marathons belasten Läufer logistisch stärker, doch sie boomen bei Profis und Anfängern. „Das echte Marathon-Feeling fehlt, und Sie müssen Route, Ernährung und Logistik selbst managen“, erklärt Subhojit.
Nishant Bhardwaj, Ironman- und Marathontrainer, rät: „Starten Sie 10–20 Wochen im Voraus. Für einen Marathon reichen 16 Wochen bei Erfahrenen, 10–20 für Halbmarathon oder 10 km. Integrieren Sie Langläufe, Tempoläufe, Intervalle und Bergtraining – mit viel Erholung. Maximal 1–2 schnelle Einheiten pro Woche, um Verletzungen zu vermeiden.“ Trainingsernährung umfasst Flüssigkeit, Kohlenhydrate und Proteine; Rennplanung muss detailliert sein.
Wählen Sie einfaches, bequemes Gelände
Auch virtuell lohnt Routenplanung. „Nutzen Sie den Vorteil: Wählen Sie schattige, kühle Pfade und Ihr ideales Startzeitfenster. Bei Einzelläufen sorgen Sie für Nachschub – per Support-Team oder Schleifenrouten“, empfiehlt Chaitanya Velhal, Ultraradlerin, Triathletin und Trainerin.
Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
Nishant teilt: „Teilen Sie lange Läufe in 30-Minuten-Blöcke mit Flüssigkeit, Salzen und Carbs. Trinken Sie alle 10 Minuten, planen Sie Schleifen für Nachschub und Toiletten.“
Wie nehmen Sie teil?
- Registrieren Sie sich auf der Event-Website (Gebühr inklusive). Manche versenden Shirts, Bibs und Medaillen extra.
- Erhalten Sie druckbare Bib-Nummer, Regeln, Tracking-Anleitung, Hashtags und Wettbewerbe.
- Nach dem Lauf: Digitales Zertifikat und Live-Rankings nach Alter, Land, Geschlecht.
Nutzen Sie Event-Apps, GPS-Uhren (Sync möglich), Strava oder Screenshots.
Alles zum Training: Dos und Don'ts von Nishant Bhardwaj
Do's
- 16–20 Wochen Vorbereitung.
- Gut trainieren, um Rennstress zu minimieren.
- Ernährung und Flüssigkeit im Training üben.
- Mindestens 6 Stunden Schlaf vor dem Rennen.
- 10 Minuten Aufwärmen/Abkühlen.
- Ausrüstung und Nutrition Tage vorher testen.
- Qualifizierten Trainer konsultieren für beste Ergebnisse und Verletzungsprävention.
- Keine Maske beim Laufen.
- Nicht übertrainieren – Abwechslung ist Schlüssel.
- Keine unbekannten Routen ohne Versorgung/Toiletten.
- Qualität vor Quantität: Weniger Events für PBs.
- Keine Fixierung auf Marken – Laufen zählt.