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Sind scharfe Speisen gesund? Vorteile für Abnehmen, Herz und Darm

Wenn würzige Speisen Ihren Appetit wecken, haben Sie Glück: Scharfe Mahlzeiten bewirken mehr als nur Kribbeln auf der Zunge und Schweiß auf der Stirn. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sie beim Abnehmen helfen, die Herzgesundheit fördern und – Überraschung! – Ihr Magen-Darm-System unterstützen können.

"Scharfes Essen ist ein heißes Thema in der Ernährung – kein Wortspiel beabsichtigt", erklärt Patricia Bridget Lane, registrierte Diätassistentin und Ernährungswissenschaftlerin mit langjähriger Praxis.

Lassen Sie uns genauer hinschauen, wie scharfe Gerichte Ihrer Gesundheit nutzen können.

Hilft scharfes Essen beim Abnehmen?

Diese Habanero-Salsa lässt Ihren Mund brennen. Könnte sie auch Kalorien verbrennen? Das ist gar nicht so abwegig. Studien zeigen, dass Menschen, die stärker gewürzte Speisen essen, seltener einen BMI über 30 (Fettleibigkeit) oder über 25 (Übergewicht) haben.

Mehr Gewürze können auf vielfältige Weise beim Abnehmen unterstützen:

Boost für den Stoffwechsel

Viele Studien zu scharfen Speisen drehen sich um Capsaicin, die Substanz, die Chilischoten ihren Kick verleiht. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Capsaicin die Fettverbrennung ankurbelt und den Energieverbrauch steigert.

"Es aktiviert die Fettverbrennungsprozesse im Körper", sagt Lane. "Das unterstützt Abnehmen und Gewichtsmanagement." (Lesen Sie, was ein Endokrinologe über die Rolle des Stoffwechsels bei der Gewichtsabnahme sagt.)

Appetit kontrollieren

Chilis und Gewürze beeinflussen auch den Hunger. "Capsaicin wirkt auf den Hypothalamus – den Gehirnbereich, der Hunger und Sättigung reguliert", erklärt Lane. Sie fühlen sich schneller satt, wenn Sie Schärfe hinzufügen.

"Menschen mit scharfer Ernährung essen tendenziell den Tag über weniger", ergänzt sie.

Weitere Vorteile scharfer Speisen für die Gesundheit

Scharfe Saucen auf dem Teller können neben Gewichtskontrolle weitere Pluspunkte bringen:

Herzgesundheit stärken

Gewürze helfen, Fette in Speisen abzubauen und fördern so die Herzgesundheit. Studien belegen ein geringeres Risiko für Bluthochdruck, hohen Cholesterinspiegel und Typ-2-Diabetes bei scharfer Kost.

Eine Untersuchung der University of Vermont fand: Regelmäßiger Chiliverzehr senkt die Sterberate um 13 %. Besonders niedriger ist das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Mikrobiom stärken

Scharfes Essen klingt für empfindliche Mägen riskant – doch Capsaicin könnte das Darmmikrobiom positiv beeinflussen.

Das Mikrobiom aus Bakterien und Mikroben ist essenziell für Immunsystem und Gesundheit. "Capsaicin fördert eine gesunde Darmflora und wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt aus", betont Lane.

Entzündungen mindern

Scharfe Speisen reduzieren Entzündungen. Capsaicin bekämpft leichte Darmentzündungen, die mit Übergewicht assoziiert sind.

Seine entzündungshemmende Wirkung geht darüber hinaus: Capsaicin-Cremes lindern Schmerzen bei Arthritis bis Fibromyalgie.

Gesunde Ernährung schärfen

Bevor Sie scharfe Saucen hamstern: Lane warnt. Schärfe gleicht keine ungesunde Ernährung mit Zucker, Verarbeitetem und gesättigten Fetten aus.

"Scharfe Speisen bieten Vorteile, doch die Gesamternährung zählt mehr", rät sie.

Perfekt: Gewürze in vegetarischen Pfannen. Weniger ideal: Extra frittierten Buffalo Wings. "Ohne ausgewogene Basis boostet Schärfe weder Stoffwechsel noch Cholesterin", sagt Lane.

Nicht alle Gewürze sind gleich. Ganze Chilis oder Pulver sind ideal. Viele Saucen enthalten viel Salz – prüfen Sie Etiketten, da Salz Bluthochdruck begünstigt.

Ihr Leben schärfen – Tipps

An Schärfe ungewohnt? Langsam starten. "Nicht gleich mit Habaneros loslegen", rät Lane.

Übertreibung verursacht Brennen und Durchfall. "Wenig reicht für Vorteile", sagt sie.

Gute Nachricht: Regelmäßiger Verzehr steigert die Hitze-Toleranz. "Probiere Rezepte mit Paprika – viel Spaß!", empfiehlt Lane.

"Egal wie scharf: Ausgewogene Ernährung bleibt Ziel", fasst sie zusammen.