Egal, ob Sie Wochenendathlet, Leistungssportler, regelmäßiger Freizeitsportler oder einfach eine aktive Person sind: Eine quälende Sehnenscheidenentzündung oder Hautinfektion kann Sie schnell aus dem Rhythmus bringen.
Hier kommen Sportmediziner ins Spiel.
"Wenn eine Verletzung oder Erkrankung Ihre Leistung oder Aktivität beeinträchtigt, entwickeln wir einen individuellen Plan, um Sie schnell und sicher wieder fit zu machen", erklärt Sportmedizinerin Marie Schaefer, MD.
Anstatt die Verletzung auszu powern, führt Sie ein Sportmediziner sicher zu einem aktiven Lebensstil zurück. Erfahren Sie, wie das geht.
Ärzte für Aktive und Sportler
Mehr als 90 % aller Sportverletzungen erfordern keine Operation. Medizinische Sportmediziner arbeiten eng mit orthopädischen Sportmedizinern und anderen Spezialisten zusammen – in der Praxis und an der Seitenlinie, von Highschool-Teams bis zu Profis –, um akute und chronische muskuloskelettale Probleme zu diagnostizieren und zu behandeln, wie z. B.:
- Akute Verletzungen: Verstauchungen, Zerrungen, Kniebrüche, Verletzungen an Hand, Fingern, Schulter oder Rücken.
- Überlastungsverletzungen: Tendinitis oder Stressfrakturen.
Darüber hinaus sind Sportmediziner speziell geschult, nicht-muskuloskelettale Aspekte der Sportmedizin zu behandeln, wie:
- Gehirnerschütterung: Durch einen multidisziplinären Ansatz bieten sie eine umfassende Symptombewertung und -behandlung.
- Chronische oder akute Erkrankungen bei Sportlern: Sie helfen bei akuten Krankheiten, die das Training stören, wie Mononukleose, Asthma, Bluthochdruck oder Diabetes.
Sportmediziner beraten Patienten zu Ernährung (inklusive Nahrungsergänzungsmitteln), leistungssteigernden Mitteln und Leistungsoptimierung. Sie stellen Trainingspläne aus, um Fitness zu steigern, Verletzungen vorzubeugen oder die Rückkehr zum Sport nach Krankheit oder Verletzung zu erleichtern.
Zudem gibt Dr. Schaefer Empfehlungen zu sicherem Kraft- und Konditionstraining sowie zu einem gesunden Lebensstil.
Sportmediziner: Nicht nur für Profis
Dr. Schaefer betont: Sportmediziner behandeln nicht nur Symptome, sondern suchen die Ursache.
"Wir analysieren, warum die Verletzung entstanden ist, und finden die beste Behandlung", sagt sie. "Wir verhindern Rückfälle, indem wir zugrunde liegende Faktoren angehen."
Bei Bedarf leiten Sportmediziner zu Chirurgen, Muskuloskelett-Radiologen, Physiotherapeuten, Sporternährungsberatern oder Sportpsychologen weiter.
Auf zwei Gebieten ausgebildet
Sportmediziner absolvieren zunächst eine Facharztausbildung und Board-Zertifizierung in einem der folgenden Bereiche:
- Familienmedizin.
- Physikalische Medizin und Rehabilitation.
- Pädiatrie.
- Innere Medizin.
- Notfallmedizin.
Anschließend folgt ein ein- bis zweijähriges Sportmedizin-Fellowship für die umfassende Betreuung von Sportlern und Aktiven.
Wie behandeln Sportmediziner Verletzungen?
"Sportmediziner betreuen den ganzen Menschen", erklärt Dr. Schaefer – mit Aufklärung, Präventionstipps, nicht-chirurgischen Therapien und Weiterleitung. "Sie managen mehrere Erkrankungen bei aktiven Personen für eine lebenslange Versorgung."
Zu den eingesetzten Verfahren gehören:
- Kortikosteroid-Injektionen und Viskosupplementation.
- Plättchenreiches Plasma (PRP)-Injektionen.
- Ultraschalluntersuchung und -geführte Injektionen.
- Stoßwellentherapie.
- Chronischer Belastungsdrucktest.
- Percutan Tenotomie.
Ob Freizeitsportler, Profi oder Einsteiger: Ein Sportmediziner hält Sie in Ihrer Lieblingssportart aktiv – und lässt Sie dort bleiben.