Die Tour de France begeistert Millionen – doch Ihre Radsport-Fitness hängt nicht nur von starken Beinen ab. Gesäß, Rücken, Schultern, Arme und Nacken werden ebenso beansprucht. Ein ganzheitliches Training ist entscheidend, um Fitness und Leistung zu verbessern. Mit solidem Grundlagentraining bringen Sie Schwung in Ihre Räder und genießen die Saison in vollen Zügen.
Wichtig für Einsteiger:
Die anfängliche Euphorie treibt oft zu viel zu schnell. Vermeiden Sie Überlastungen von Rücken und Gelenken, indem Sie mit einer strukturierten Routine starten und Intensität sowie Häufigkeit schrittweise steigern.
Radsport-Fitness auf Profi-Niveau entsteht durch Tausende Kilometer aerobes Fahren. Das ist das Geheimnis der Weltelite. Genießen Sie den langsamen, stetigen Fortschritt – er schont Sie vor Frustration.
Radsport-Fitness umfasst umfassendes Krafttraining
"Beine sind wichtig, aber beim Radfahren bekommen sie reichlich Belastung", erklärt Extremsportler Gerhard Gulewicz. "Nutzen Sie die Vorbereitung für Ganzkörpertraining: Widmen Sie nur ein Viertel der Zeit den Beinen, den Rest den übrigen Muskelgruppen."
Flexibilität schützt auf und neben dem Rad
Für optimale Fitness in der Saison ist Flexibilitätstraining unverzichtbar. Unser Radexperte rät: "Dehnen Sie vor jeder Fahrt mindestens 10 Minuten gründlich – das fördert die Regeneration. Konsistenz bringt die Ergebnisse."
Koordination trainieren für Sicherheit und Wohlbefinden
Koordinationstraining verbessert nicht nur die Fahrradleistung, sondern schützt vor Verletzungen und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Es meistert knifflige Situationen sicher. "Probieren Sie Kurse im Fitnessstudio oder Übungen für Gleichgewicht und Stabilität", empfiehlt Gulewicz. Konsistenz ist hier entscheidend.
Achtung!
Koordinationstraining immer nach dem Aufwärmen und vor Kraft- oder Ausdauertraining – nur mit frischer Muskulatur wirkt es effektiv.
Ausdauertraining: Der Schlüssel zu Tour-de-France-Fitness
Unterschätzen Sie Grundlagenausdauer nicht. Steigern Sie Volumen und Intensität langsam, ohne hochintensives Training zu Beginn. "Planen Sie Erholung ein – Fehler an Ruhetagen vermeiden!", warnt Gerhard Gulewicz.
Dieser Ansatz bietet zwei Vorteile:
- Sie minimieren Verletzungsrisiken durch sanfte Belastung.
- Stetige Fortschritte halten die Motivation hoch.
Tipps für Ausdauertraining:
Verbringen Sie über 80 % der Zeit in Zone 1 oder 2, basierend auf Ihrer maximalen Herzfrequenz (Zone 1: 60–70 %, Zone 2: 70–80 %).
Zone 1 oder 2 erkennen?
Atmung prüfen:
- In Zone 1 atmen Sie leicht – z. B. 5 Minuten nur durch die Nase.
- In Zone 2 plaudern Sie entspannt mit einem Partner.
Zone 1-Vorteile:
- Stärkt Herz-Kreislauf-System, Fettstoffwechsel und Regeneration.
- Baut Mitochondrien auf für höhere Leistung.
Zone 2-Vorteile:
- Optimiert Kohlenhydratverwertung – füllen Sie Glykogenspeicher nach dem Training auf.
Dauer für Anfänger?
Zone 1: 60+ Minuten, max. 2 Stunden anfangs.
Zone 2: 30–60 Minuten (für Fortgeschrittene bis 90 Min.).
Immer 10 Min. Aufwärmen und Abkühlen.
1-Monats-Plan: Von Couch zu 50 km
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag | |
| 1 | Dehnung/Vorbereitung | 30 Min. Zone 1 | Koordination | 30 Min. Zone 1 | Aus/aktive Erholung | 1 Std. Zone 1 | Koordination |
| 2 | Dehnung/Erholung | 45 Min. Zone 1 | Koordination | 45 Min. Zone 1 | Aus/aktive Erholung | 75 Min. Zone 1 | Koordination |
| 3 | Dehnung/Erholung | 1 Std. Zone 1 | Koordination | 1 Std. Zone 1 | Aus/aktive Erholung | 90 Min. Zone 1 | Koordination |
| 4 | Dehnung/Vorbereitung | 30 Min. Zone 1 | Koordination | 30 Min. Zone 1 | Aus/aktive Erholung | 1 Std. Zone 1 | Koordination |
Heimtrainer oder normales Rad?
Jedes Fahrrad eignet sich zum Start. Moderne Heimtrainer sind günstiger, unterhaltsamer mit Apps wie Zwift. Kombinieren Sie mit einem Rennrad für Vielseitigkeit. Die adidas Running App trackt alle Workouts – verpassen Sie keine Fortschritte!
Zusammenfassung:
Starten Sie bedacht: Grundlagentraining plus Kraft, Koordination und Erholung bauen echte Fitness auf. "Mehr ist nicht immer besser – Erholung ist der Schlüssel", betont Experte Gerhard Gulewicz.
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