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Positiver Gangstil steigert Ihre Stimmung und Gesundheit – gestützt auf wissenschaftliche Studien

Stellen Sie sich vor: Bei freudigen Nachrichten laufen Sie federnd und aufrecht, bei Frust schleppend und mit gesenktem Blick. Forschungsergebnisse belegen: Der Gangstil verrät unsere Stimmung – und kann sie sogar gezielt verändern.

So beeinflusst der Gangstil die Stimmung

Eine Studie im Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry zeigt: Teilnehmer, die in einem stereotyp fröhlichen Stil gingen – aufrechte Haltung, Schultern zurück, Arme schwingend – erlebten weniger negative Emotionen als jene mit depressivem Gang: gesenkter Kopf, hängende Schultern, minimale Armbewegung.

„Wir haben Begriffe wie 'glücklich' oder 'traurig' bewusst vermieden, um die Ergebnisse nicht zu beeinflussen“, erklärt Studienleiterin Elizabeth Broadbent, PhD, Professorin für Gesundheitspsychologie an der University of Auckland, Neuseeland.

In der Studie zeigten Personen mit zusammengesunkener Haltung bei stressigen Aufgaben mehr Trägheit, weniger Machtgefühl und intensivere negative Emotionen. Im Gegensatz dazu berichteten aufrechte Walker von weniger Trägheit, mehr Selbstwirksamkeit und geringeren negativen Gefühlen.

Der Einfluss auf Gedanken und Erinnerung

Eine weitere Untersuchung ergab: Nach dem Durchsehen von 20 positiven und 20 negativen Wörtern erinnerten sich 'depressive' Walker eher an negative Begriffe, während 'optimistische' mehr positive abriefen. Die Körpersprache verstärkt also gezielt Gedankenschleifen.

„Depressiver Gang zeigt sich durch zusammengesunkene Haltung, geringe vertikale Oberkörperbewegungen, reduziertes Armschwingen und starkes seitliches Schaukeln“, beschreibt Johannes Michalak, PhD, Professor für Psychologie und Psychotherapie an der Universität Witten/Herdecke. „Fröhlicher Gang hingegen zeichnet sich durch höhere Geschwindigkeit, mehr Sprungkraft, ausgeprägte Armbewegungen, weniger Schaukeln und aufrechte Haltung aus.“

Frühere Studien bestätigen: Depressive gehen langsamer. Doch selbst bei gleicher Geschwindigkeit erinnerten 'depressive' Walker negativer – der Stil allein wirkt.

Emotionen durch Nachahmung verändern

Forschung belegt: Das Mimikry von Emotionen erzeugt sie. Eine Meta-Analyse im Psychological Bulletin fand: Lächeln macht glücklicher, Stirnrunzeln trauriger. Stimmungsbooster wie dankbare Meditation wirken ähnlich. Ein fröhlicher Gang kann also Ihre Laune heben.

Fazit und Praxis-Tipp

„Weitere Studien sind nötig“, betont Michalak, „doch probieren Sie einen fröhlichen Gang aus – risikofrei und wirkungsvoll.“ Bei Traurigkeit oder Stress raten die Expertinnen: Gehen Sie aufrecht, Kopf gerade, Schultern zurück, Arme schwingend. Broadbent schwört darauf.