Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Sie wurde nicht als olympische Athletin geboren – niemand ist das. Beim Sport, ob im Wettkampf oder als Hobby, suchen wir Freude in unserem Körper, erreichen Ziele und finden Erfüllung, indem wir Rückschläge überwinden.
Mary Jepkosgei Keitany hält den Weltrekord im Frauen-Marathon: 2:17:01 Stunden beim London-Marathon 2017. Ihre Karriere ist geprägt von intensiven Wettkämpfen, der Mutterschaft zu drei Kindern, Verletzungscomebacks und Zukunftsplänen. In diesem exklusiven Interview teilt die 38-jährige Kenianerin ihre Erfahrungen: Wie integriert man Laufen – auf jedem Niveau – ins Leben und genießt professionelles Trainingsgefühl?

Ihre erste Rennerinnerung?
"Meine erste Wettkampferinnerung stammt aus Spanien – mein Debüt auf internationaler Bühne. Ich war bereits 24, hatte trainieren gelernt und traf eigene Entscheidungen. Bald folgte die erste Pause: Ich wurde Mutter."
Mutter und Profiläuferin – wie geht das?
"Mutterschaft bringt Herausforderungen. Ich passe mein Training an die Familie an. Es ist natürlich und gibt Perspektive. Die Gewichtszunahme nach der Geburt war hart – mein Körper veränderte sich stark. Doch meine Kinder hielten mich aktiv, und neue Ziele brachten mich zurück in Topform."
Was hat Sie als Läuferin geprägt?
"Umwelt, Erziehung und Gene formen uns. Als Kenianerin bin ich zum Laufen geboren – meine Eltern gaben mir die physischen Voraussetzungen. Aber ohne Leidenschaft nutzt man sie nicht. Selbst ohne Elite-Genen erleben Sie auf Straßen, Parks oder Stränden dieselben Freuden wie Weltklasse-Läufer."
Wie wurden Sie Profi?
"Vor dem Sieg beim London-Marathon 2011 lief ich nur zum Spaß und fürs Wohlbefinden – ohne strukturiertes Training bis in die Zwanziger. Ich bin ein 'Spätstarter'. Meine Eltern kämpften finanziell: Ohne Strom und Wasser wuchs ich auf, teilte nicht mal ein Haus mit meinen Schwestern. Mit 15 brach ich die Schule ab, jobbte als Haushaltshilfe und pausierte zwei Jahre. Diese Pausen prägten meine Karriere – sie halten mich mit 38 fit."

Rückschläge?
"Verletzungen gehören dazu. Pausen schützten mich vor Überlastungen. Bei Rückschlägen: Schonung ist Schlüssel. Druck verlängert Heilung. Besser: Prävention durch smarte Gewohnheiten."
Herausforderungen im Alter?
"Training wird anspruchsvoller – ich trainiere intelligenter: Mehr Dehnung, Mobilität, Massagen. Prävention statt Therapie ist mein Motto."
Ratschläge für Läufer?
"Die größten Belohnungen kommen innerlich: Zufriedenheit nach hartem Einsatz. Laufen ist Wettkampf – oft gegen sich selbst. Jede persönliche Bestzeit ist ein Sieg, egal wie schnell."
Pläne nach Olympia-Verschiebung 2020?
"In Tokio starte ich sechs Monate vor dem 40. Geburtstag – letzte Chance auf Gold. Mein Team hält mich topfit. Ehemann Charles, Ex-Athlet, managt Familie und unser Hotel in Eldoret. Wir unterstützen die Community: Mit Einnahmen bauten wir eine Schule mit Labors und Unterkünften für Sportler."
Trainiere wie sie
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