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Hohe Kardio-Fitness verlängert das Leben: Große Studie mit 122.000 Teilnehmern zeigt keine Obergrenze

Eine umfangreiche neue Studie belegt: Bei der kardiorespiratorischen Fitness gibt es keine Obergrenze für die gesundheitlichen Vorteile.

Die Analyse ergab, dass ein höheres Maß an aerober Fitness das Sterblichkeitsrisiko signifikant senkt und mit einer längeren Lebenserwartung einhergeht.

Forscher auswerteten Gesundheitsdaten von über 122.000 Personen, die standardisierte Belastungstests auf dem Laufband absolviert hatten.

Die höchsten Fitnesslevel zeigten den größten Nutzen für die Langlebigkeit – besonders bei Personen ab 70 Jahren und selbst bei Patienten mit Bluthochdruck.

Umgekehrt entspricht schlechte Fitness einem erhöhten Sterberisiko vergleichbar mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Rauchen.

Die Ergebnisse unterstreichen die langfristigen Vorteile regelmäßiger Bewegung, auch auf hohem Niveau, unabhängig vom Alter, betonen die Wissenschaftler.

„In unserer Studie fanden wir keine Grenze dafür, wie viel Bewegung zu viel ist“, erklärt Dr. Wael Jaber, Kardiologe und leitender Autor der Studie aus Cleveland Clinic.

Diese Erkenntnisse widersprechen Teilen früherer Forschung, die extreme Belastung mit Herzproblemen wie Vorhofflimmern assoziierten. Solche Studien basierten jedoch oft auf subjektiven Selbstauskünften.

„Diese Zusammenhänge wurden erstmals mit objektiven Laufbanddaten in dieser Größenordnung untersucht“, ergänzt Kyle Mandsager, MD, Elektrophysiologe und Mitautor.

Wichtig: Die Studie beschreibt populationsbasierte Ergebnisse. Individuen sollten vor Trainingsstart ihren Arzt konsultieren.

„Zusammen mit dem Arzt sollten Betroffene – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herzvorerkrankungen – nach der höchstmöglichen Fitness streben“, rät Dr. Jaber.