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Täglich 4.000 Schritte schützen vor Demenz: Erkenntnisse aus UCLA-Studie

Laut einer Studie in der Januarausgabe 2018 des Journal of Alzheimer's Disease kann tägliches Gehen Demenz vorbeugen.

Warum genau 4.000 Schritte?

Forscher der UCLA untersuchten 29 Erwachsene über 60 Jahre, um den Einfluss körperlicher Aktivität auf die Gehirnstruktur zu prüfen. Die Teilnehmer trugen Beschleunigungsmesser: Eine Gruppe ging mehr als 4.000 Schritte täglich, die andere weniger.

Nach zwei Jahren zeigten die Aktiven dickere mediale Temporallappen – Schlüsselregionen für Wahrnehmung – und bessere kognitive Leistungen. Leitende Forscherin Prabha Siddarth, PhD, Forschungsstatistikerin am Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior der UCLA, betont: Die Dicke dieser Strukturen gilt als früher Indikator für Gehirngesundheit.

„Ältere Erwachsene mit mehr als 4.000 Schritten täglich schnitten in Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit und exekutiven Funktionen – wie Planen und Zielerreichung – deutlich besser ab“, erklärt Siddarth.

Die genauen Mechanismen sind noch ungeklärt, doch Siddarth nennt zwei Erklärungen: Bewegung steigert den hirneigenen neurotrophen Faktor (BDNF), der Kognition fördert, und erhöht die Gehirnplastizität, also die Anpassungsfähigkeit im Alter.

„Wir empfehlen Erwachsenen über 60 mit Gedächtnisproblemen mehr als 4.000 Schritte täglich – für Gehirngesundheit und Kognition“, rät sie.

Die Vorteile von Bewegung

Diese Studie ist nicht die erste: Eine Meta-Analyse in Mayo Clinic Proceedings (29 Studien) bestätigt, dass regelmäßige Aktivität kognitiven Verfall bremst, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Verarbeitung verbessert.

Eine 2017er-Studie ergab: Senioren (60–85 Jahre), die 12 Wochen lang dreimal wöchentlich 30 Minuten Rad fuhren, hatten besseren Gehirnstoffwechsel – inklusive geringerer Cholinwerte, die bei Alzheimer erhöht sind.

Heather Snyder, PhD, Senior Director Medical and Scientific Operations bei der Alzheimer's Association, plädiert für frühe Maßnahmen wie Bewegung gegen kognitiven Abbau.

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„Wir müssen alles tun, um Alzheimer zu verlangsamen oder zu verhindern“, sagt Snyder.

Die Alzheimer's Association sucht 2.500 Teilnehmer für die U.S. POINTER-Studie: Zwei Jahre Lebensstilinterventionen wie Bewegung zur Demenzprävention.

„Noch fehlt die perfekte Formel, doch der beste Rat: Aufstehen und bewegen – gut für Körper und Gehirn“, fasst Snyder zusammen.