Wenn es um die Herzgesundheit geht, gilt Cardio-Training traditionell als der Goldstandard. Diese aeroben Übungen steigern den Sauerstoffverbrauch, erhöhen die Lungenkapazität und stärken das Herzmuskel. Krafttraining hingegen zielt primär auf Muskeln und Knochen ab – ideal für alle, die definierte Form oder Muskelmasse aufbauen möchten. Doch eine aktuelle Studie stellt etablierte Vorurteile auf den Kopf: Krafttraining kann der Herzgesundheit genauso zugutekommen wie Cardio. Herzgesundheit und wissenschaftliche Belege
Eine im Journal of Medicine & Science in Sports & Exercise (2019) publizierte Studie untersuchte die Bewegungsgewohnheiten von rund 13.000 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren – alle frei von kardiovaskulären Erkrankungen. Ergebnis: Wer mindestens eine Stunde pro Woche Krafttraining absolviert, senkt sein Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall um 40 bis 70 Prozent im Vergleich zu Untrainierten.
Krafttraining und Herzschutz
Die Forscher betonen: Die Häufigkeit (ein-, zwei- oder dreimal wöchentlich) spielt keine Rolle, solange die empfohlenen 150 Minuten pro Woche erreicht werden. Mehr als eine Stunde bringt keine zusätzlichen Vorteile für die Herzgesundheit.
Weitere Studien zu Gewichtheben und Herz
Das ist kein Einzelfall. Frühere Untersuchungen zeigen, dass Krafttraining viszerales Fett – jenes gefährliche Gewebe um die Organe – effektiver abbaut als andere Methoden. Dies reduziert nachweislich kardiovaskuläre Risiken.
Zusätzliche Vorteile des Krafttrainings
Kraftübungen wirken weit über Muskeln hinaus. Eine Studie aus Juni 2017 belegt: Bereits eine Stunde wöchentlich verringert das Risiko für metabolisches Syndrom (Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Blutzuckerstörungen, Diabetes) um 17 Prozent.
Das Optimum für Ihr Herz
Für maximale Herzgesundheit kombinieren Sie beides: Cardio und Krafttraining. Eine ausgewogene Routine optimiert Ihre Gesamtfitness und schützt langfristig.