Bei der Kontrolle Ihres Gewichts zu Hause bieten digitale Waagen unzählige Funktionen. Doch wie genau messen BMI-Skalen und Geräte für den Körperfettanteil wirklich?
Mehrere Studien haben gängige Körperfettwaagen mit klinischen Referenzmethoden verglichen. Laut Leslie Heinberg, PhD, Direktorin des Enterprise Weight Management an der Cleveland Clinic, erweisen sich die meisten als ungenau und überschätzen den Körperfettanteil. Der zusätzliche Schnickschnack kann zudem unnötige Unruhe erzeugen.
„Eine der größten Gefahren dieser Waagen liegt in falschen Werten, die unnötigen Stress auslösen“, erklärt Dr. Heinberg.
Daten können dennoch wertvoll sein
Gewichts- und Körperfettfeedback kann motivieren, ist aber kein Allheilmittel für gesundes Verhalten.
„Körperfettanteile eignen sich zu Beginn einer Gewichtsreduktion als Orientierung“, rät Dr. Heinberg, „doch tägliche Messungen sollten vermieden werden, um Schwankungen nicht zu überbewerten.“
Der Körperfettanteil ist ideal als Baseline vor Diät oder Training und gelegentliche Checks lohnen sich. Tägliche Kontrollen schaden jedoch der Psyche.
Für präzise Messungen empfehlen wir einen Arzttermin – klinische Methoden übertreffen Heimgeräte bei weitem.