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Ehrfurchtsspaziergänge: Wissenschaftlich bewiesen für mehr psychische Gesundheit

Es gibt unzählige Gründe, das Gehen zu lieben – niedrige Einstiegshürde, Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit und tolle Möglichkeit, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, sei es persönlich oder virtuell. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun, wie Sie die Vorteile für die Psyche noch steigern können: Mit Ehrfurchtsspaziergängen, einer Technik, die positive Emotionen gezielt fördert.

Die Wissenschaft hinter der Ehrfurcht

Forscher des UC San Francisco Memory and Aging Center und des Global Brain Health Institute haben in der Fachzeitschrift Emotion eine Studie veröffentlicht. Sie untersuchte 15-minütige ehrfürchtige Spaziergänge im Vergleich zu normalen Gängen.

Ehrfurcht beschreiben die Experten als „positive Emotion, ausgelöst durch etwas Größkeres als das eigene Ich – etwa Kunst, Natur, Musik oder kollektive Ereignisse“, das nicht sofort erfassbar ist. Sie bringt Vorteile wie erweitertes Zeitgefühl, Großzügigkeit, Wohlbefinden und Demut.

Beim Ehrfurchtsspaziergang lenkt man den Fokus von sich weg auf die Wunder der Umwelt – überall vorhanden. Teilnehmer mit zwei wöchentlichen 15-minütigen Spaziergängen an neuen Orten berichteten von mehr Wertschätzung für Natur und Welt. Sie spürten gesteigerte positive Emotionen wie Mitgefühl und Dankbarkeit sowie bessere Stimmung. Im Gegensatz dazu dachten Normalspaziergänger bei ihren Ausflügen oft an Arbeit oder Haushalt.

So profitieren Sie von Ehrfurchtsspaziergängen

Während Museen oder Konzerte in der Pandemie eingeschränkt waren, bleibt die Natur zugänglich. „Ehrfurchtsspaziergänge sind eine einfache Methode gegen psychische Probleme, besonders im Alter“, betont Virginia Sturm, PhD, leitende Forscherin und Professorin am UCSF Weill Institute for Neurosciences. „Negative Emotionen wie Einsamkeit schaden Älteren Menschen über 75 stark. Diese Intervention – Fokus nach außen lenken – verbessert das Wohlbefinden erheblich.“ Frühere Studien zeigen: Ehrfurcht reduziert Stress und Entzündungsmarker.

Im Unterschied zu teuren Therapien oder Medikamenten sind Ehrfurchtsspaziergänge kostenlos und einfach. Stums Forschung zielt auf Alzheimer und Ältere ab, doch die Vorteile gelten für alle – besonders in Krisen wie COVID-19.

„Bemerkenswert, wie eine simple Übung die Emotionen verändert“, sagt Sturm. „Halt inne, betrachte die Wunder um dich. Mehr Freude und Verbundenheit tüt uns allen gut.“

So starten Sie durch

Fügen Sie zwei 15-minütige Spaziergänge wöchentlich hinzu, bis es Routine wird. Dann erhöhen Sie Dauer oder Häufigkeit. Sturm rät:

  • Gehen Sie 15 Minuten in leichtem bis mäßigem Tempo allein.
  • Vermeiden Sie Ablenkungen wie Handy, Musik oder Podcasts.
  • Sehen Sie die Welt wie ein Kind zum ersten Mal: Staunen Sie über Weite, Panorama, Blüten oder Blätter.
  • Wechseln Sie wöchentlich den Ort. Unbekannte Umgebungen wecken Ehrfurcht – Berg, Waldpfad, Sternenhimmel, Gewässer. In der Stadt: Architektur, Denkmäler, Gärten.

Um aktiver zu werden, setzen Sie sich ein Ziel für mehr Schritte (und tracken Sie es). Gehen Sie zu „Pläne“ in der MyFitnessPal-App und wählen Sie einen 28-Tage-Stufenplan für Tipps.