Von Lagom, der schwedischen Philosophie für ein ausgewogenes Leben, bis hin zu Hygge, dem dänischen Konzept der Gemütlichkeit, hat Skandinavien unzählige Wellness-Trends hervorgebracht. Nun erobert Plogging die Welt: eine umweltfreundliche Fitness-Variante, die rasch an Popularität gewinnt.
Plogging entsteht aus der Fusion von „Joggen“ und dem schwedischen „plocka upp“ (aufsammeln). Es verbindet Laufen mit dem Sammeln von Müll. Umweltschützer und Sportler bundesweit beteiligen sich. Die schwedische Organisation Plogga organisierte im Januar ihre erste offizielle Veranstaltung in den USA in Denver und fordert alle auf, lokale Gruppen zu gründen.
Egal auf welchem Fitnessniveau Sie sind – Sie können mitmachen. Plakken (Gehen plus Müllsammeln) ist die sanfte Variante. Jede Bückling-Bewegung zum Müllholen wirkt wie eine Kniebeuge. Sie werden überrascht sein, wie viele Sie auf einer Runde durch die Nachbarschaft schaffen. Die schwedische App Lifesum schätzt: Eine halbe Stunde Plogging verbrennt 330 Kalorien – im Vergleich zu 270 Kalorien beim reinen Joggen.

Ob Zigarettenkippen oder weggeworfene Wasserflaschen: Plogging-Gruppen reduzieren spürbar den Bodenmüll. „Plogging ist genial, weil es unkompliziert und spaßig ist. Es befähigt jeden, sauberere, grünere Communities zu schaffen“, betont Mike Rosen, ehemaliger Senior Vice President bei Keep America Beautiful, einer Non-Profit-Organisation gegen Müllverschmutzung. „Sie brauchen nur Laufschuhe und Mülltüten – und fördern so Ihre Gesundheit sowie die Ihrer Nachbarschaft.“
So starten Sie durch
Probieren Sie Plogging solo oder gründen Sie eine Gruppe. Wählen Sie einen Treffpunkt und variieren Sie wöchentlich die Routen. Packen Sie Handschuhe, Mülltüten und gute Laune ein.