Wenn es um zuverlässige Spazierpartner geht, ist Ihr Hund unschlagbar.
Ihr Vierbeiner sagt nie eine Verabredung wegen eines Meetings oder einer Erkältung ab und zieht einem TV-Marathon keinen langen Spaziergang vor. Hunde lieben Ausflüge – und das tut auch Ihrer Fitness gut.
So halten Spaziergänge mit Ihrem Hund Sie fit
1. Hunde motivieren zu mehr Aktivität
Eine Studie im Journal of Physical Activity and Health zeigt: 60 % der Hundebesitzer, die regelmäßig mit ihrem Hund spazieren gehen, erreichen die bundesweiten Empfehlungen von 150 Minuten moderater Bewegung pro Woche. Fast die Hälfte trainiert dank ihres Hundes mindestens 30 Minuten täglich, fünf Tage die Woche. Nur ein Drittel der Nicht-Hundebesitzer kommt auf dieses Niveau.
2. Hunde lassen Sie schneller gehen
Hunde steigern nicht nur die Trainingsmenge, sondern auch die Intensität. Forscher der University of Missouri fanden heraus: Beim Gehen mit einem Hund erhöht sich die Geschwindigkeit um 28 %, beim Gehen mit einem Freund nur um 4 %.
3. Hunde sorgen für Konsistenz
"Aus eigener Erfahrung: Mit einem Hund als TrainingsPartner halten Sie Ihren Plan viel besser durch", sagt Glenn Pierce, Verhaltensberater bei Best Friends Animal Society in DogTown. Wie Studien belegen, lindert Ausdauertraining leichte Depressionen beim Menschen – bei Hunden hilft es gegen Ängste.
So bereiten Sie Ihren Hund auf längere Spaziergänge oder Laufen vor
Für kurze Runden um den Block reicht oft nur die Leine und ein Kommando. Längere Touren oder Läufe brauchen Training und Vorsicht.
"Niemand, der nie gelaufen ist, startet mit fünf Meilen", erklärt Sharon Crowell-Davis, PhD, Veterinärverhaltensforscherin und Professorin an der University of Georgia. "Bauen Sie Ihren Hund schrittweise auf."
Ein Couch-to-5K-Programm ist ideal: Fangen Sie langsam an, integrieren Sie Intervalle. So baut Ihr Hund Ausdauer auf.
Kennen Sie Ihren Hund
Von Teacup-Yorkie bis Deutscher Dogge – viele Hunde freuen sich über Spaziergänge, doch nicht alle eignen sich für Distanzen oder Tempo.
"Kennen Sie Ihren Hund genau", warnt Crowell-Davis. Kurzbeinige Rassen wie Dackel haben es schwer, kurznasige wie Mops Atemprobleme beim Laufen. Ältere Hunde oder solche mit Arthritis eignen sich besser für entspannte Parkrunden als für Hochleistung.
Junge, gesunde Hunde sind perfekt. Welpen unter 18 Monaten sind jedoch tabu, da ihre Knochen noch wachsen. Holen Sie vorab grünes Licht vom Tierarzt ein – besprechen Sie Ziele und Aufbau, rät Pierce.
Achten Sie auf Müdigkeitszeichen
Beobachten Sie Ihren Hund genau: Wird er langsamer, sucht Schatten oder legt sich hin? Das signalisiert Erschöpfung oder Überhitzung. Leichtes Hecheln ist normal, starkes ein Alarmsignal. "Passen Sie auf Überforderung auf", sagt Crowell-Davis.
Deutliches Interesse ist entscheidend: Bei Leine-Sicht sollte er vor Freude platzen. Zögern oder Widerstand? Bleiben Sie beim Spaziergang zu Hause. "Solange er motiviert vorneweg läuft, ist alles gut. Bei Hinken oder Sträuben stoppen", ergänzt Pierce.
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Nehmen Sie Wasser mit, nutzen Sie reflektierende Leinen bei Dämmerung und prüfen Sie Pfoten auf Blasen. Lange Touren stärken die Bindung und halten Sie beide fit.