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Nachhaltiges Abnehmen: Experten-Tipps von Ernährungswissenschaftlerin Rujuta Diwekar

Nachhaltiges Abnehmen: Experten-Tipps von Ernährungswissenschaftlerin Rujuta DiwekarIn Zeiten der Pandemie rücken Gesundheit und Ernährung stärker denn je in den Fokus. Viele haben 2020 und 2021 die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung erkannt und entsprechende Neujahrsvorsätze gefasst. Die renommierte Ernährungswissenschaftlerin Rujuta Diwekar startete Mitte des Jahres auf Instagram ihre Serie „Alles über Gewichtsabnahme“ und teilte praxisnahe Tipps für gesundes, langfristiges Abnehmen.
Warum Rujuta Diwekars Abnehmserie?

Rujuta erklärte auf Instagram, sie wolle Menschen helfen, ihr Gewichtsverlust-Ziel für das Jahr zu erreichen – ohne teure Mittel. Mit sechs Monaten im Rückblick bleiben noch genug Zeit. Viele scheitern an Fehlinformationen, daher zielt sie auf Maßnahmen für nachhaltigen Erfolg ab.

Was ist Körpergewicht?
Um effektiv abzunehmen, muss man Körpergewicht verstehen. Nach Rujuta besteht es aus Fettgewicht und magerem Körpergewicht. Fettgewicht ist das Gewicht des Körperfetts, mageres Körpergewicht umfasst Knochen, Muskeln, Sehnen, Organe, Haare und Nägel.

Mit zunehmendem Alter steigt das Fettgewicht, während das magere abnimmt – wir wirken älter, schwächer und ungesünder. Extremdiäten wie Keto oder Fasten mit fettfreier Ernährung und intensivem Training beschleunigen diesen Prozess. Am Ende fühlen wir uns schwächer, älter und dicker.

Die richtige Methode zum Abnehmen

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel, sagt Rujuta. Ernährung und Training sollten nicht nur für zwei Monate gelten, um in ein Kleid zu passen, sondern für Jahre – idealerweise lebenslang für dauerhafte Gesundheit. Nachhaltiges Abnehmen bedeutet: Gewicht bleibt weg, man wird gesünder.

Viele erleben Jo-Jo-Effekte: Gewicht kommt stärker zurück, mit mehr Krankheiten. Temporäre Maßnahmen bringen nur kurzfristige Erfolge, gefolgt von größerem Rückschlag.

Nachhaltiger Verlust ist langfristig, doch der einzige Weg zu bleibendem Erfolg. Symptome wie Blähungen, Verdauungsprobleme oder Verstopfung bessern sich; Haar, Haut, Zuckerspiegel, Menstruation verbessern sich. Mageres Gewicht steigt, Fett sinkt.

Rujuta rät von der Waage ab: „Körpergewicht misst keine Fettleibigkeit oder Fitness.“ Es gibt nur eine Zahl, die Fortschritt im Fett- und Magergewicht nicht zeigt.

Was messen, wenn nicht das Gewicht?

Bei nachhaltigem Abnehmen verbessern sich Stoffwechselwerte wie Blutzucker, Blutdruck, Verdauung, Fruchtbarkeit und Cholesterin. Diese lassen sich nicht wiegen. Rujuta empfiehlt drei Messungen für Fettgewicht, mageres Gewicht und Gesundheit:

1. Taille und Hüfte: Legen Sie drei Finger auf den oberen Nabelrand, messen Sie die schmalste Taille. Dann die breiteste Hüfte. Idealer Taillenumfang bei Frauen: unter 35 cm. Verhältnis Taille/Hüfte: Frauen 0,7–0,85, Männer 0,85–0,95. So vermeiden Sie gewichtungsbedingte Krankheiten.

2. Sitz- und Greiftest: Stellen Sie einen Stuhl an die Wand, sitzen Sie am Rand, Beine gestreckt. Halten Sie Schultern gerade, Hände vorne gestreckt, Gesicht gerade. Messen Sie Abstand von Zehen zu erreichbarer Stelle (Zeh = 0, darüber negativ, dahinter positiv).

3. Ruhepuls: Messen Sie morgens vor dem Aufstehen. Mit Oximeter am Finger (zählen Sie rückwärts 10–1) oder manuell am Hals/Handgelenk.

Messen Sie konsequent gleich, für genaue Ergebnisse. Diese Parameter zeigen wahren Fortschritt.