Nach Yoga und Home-Workouts hat sich Pole Fitness – auch Pole Dance genannt – zu einem der angesagtesten Fitness-Trends unter Jugendlichen in der Pandemie entwickelt. Ursprünglich von Prominenten populär gemacht, ist es mittlerweile eine zugängliche Aktivität für alle geworden. Ein echtes Ganzkörpertraining
Langjährige Pole-Fitness-Expertinnen wie Tania Sudan, die seit zweieinhalb Jahren unterrichtet, betonen: „Pole Fitness baut Kraft und Flexibilität auf, fördert Koordination, Gleichgewicht und Rumpfkraft. Diese Elemente sind essenziell, um sich sicher an der Stange zu halten.“
Stärkt die Wirbelsäule
Unsere Vorfahren kletterten auf Bäume – unsere Wirbelsäule sehnt sich nach Dehnung. Beim Kopf-hoch-unten-Hängen an der Stange wird sie optimal gestreckt und entspannt, effektiver als jede Chiropraktik-Behandlung.
Alter spielt keine Rolle
Pole Fitness eignet sich für jede Altersgruppe. Poledance-Expertin und Schauspielerin Smillie Suri erklärt: „Inder haben durch Alltagsarbeiten wie Teigkneten oder Wischen oft einen natürlichen Griff. Ich lehre sogar Hausangestellte und empfehle Anfängern, zuerst an Haushaltsgegenständen zu üben, um den Kern zu stärken.“
Weniger Kleidung für mehr Grip
Anfänger starten mit Yogahosen und Tanktops. Fortgeschrittene greifen mit Haut direkt zu: Radlerhosen, Oberschenkelshorts und Sport-BHs sind ideal. „Wählen Sie atmungsaktive, schweißableitende Stoffe“, rät Pole-Künstlerin Tani Saxena.
Trainer essenziell für Einsteiger
„Jeder Körper ist einzigartig – fangt nie allein an“, warnt Smillie Suri. „Professionelle Anleitung schützt vor Verletzungen und passt den Einstieg individuell an.“
Kraft und Flexibilität als Basis
Bei Vorerkrankungen immer Arzt konsultieren. „Kombiniert Pole mit Yoga für Kraft und Beweglichkeit“, empfiehlt Smillie.
Gut für Körper und Psyche
Smillie Suri: „Pole hat mir Depressionen geholfen zu bekämpfen. Viele Schüler verarbeiten Traumata – es boostet Dopamin, Serotonin und Adrenalin. Besonders die LGBTQIA+-Community schätzt die expressive Heilwirkung.“
Pandemie als Booster
Rashmi Jathan startete mit 32: „Während der Pandemie explodierte das Interesse. Ich nehme täglich sechs bis sieben Kurse und unterrichte online landesweit.“ Klischees verblassen: „Pole ist Fitness und Wellness für Körper und Geist“, sagt sie. Aditi Singh ergänzt: „Von Erotik-Pole über Fitness bis Art – es entstammt Stripclubs, doch der Trend geht zu Fitness.“
Indien: Wachsender Markt
Ingenieure aus Chennai gründeten Sthenos für lokale Pole-Stangen (ca. 20 kg, 8,5–13,5 Fuß hoch, heimtauglich). Mathew Fernandes: „Über 200 Teilnehmer bei Workshops. Auch Männer (15–35 Jahre) steigen ein – die Kraftforderung wird respektiert.“
Promis machen mit
Bollywood-Stars wie Kriti Kharbanda und Jacqueline Fernandez teilen Pole-Routinen. Hollywood führte voran, nun folgt Indien.
Pole Fitness: Unendliche Möglichkeiten
„Ein Ganzkörpertraining mit Basics für Anfänger“, sagt Aditi Singh:
1. Stangenklettern: Baut Oberkörperkraft auf.
2. Pole Sit: Stärkt innere Oberschenkel.
3. Körperwellen: Für Wirbelsäule und Flüssigkeit.
4. Beinarbeit in Absätzen: Kräftigt Knöchel.
5. Tuck Spin/Invert: Core-Training.