Die Schwangerschaft, besonders die erste, bringt unzählige Fragen mit sich. Bewegung ist für werdende Mütter empfehlenswert, doch was genau ist sicher und effektiv? Als Experten für pränatales Training teilen wir fundierte Erkenntnisse basierend auf aktuellen Leitlinien.
Hier finden Sie alles Essentielle:
- Antworten auf die häufigsten Fragen zu sicherem Schwangerschaftstraining
- Spezifische Tipps pro Trimester und allgemeine Ratschläge
- Beispiele für Trainingspläne
- Vorgeburtliches Heimtraining in der adidas Training App

- 1. Wer sollte während der Schwangerschaft keinen Sport treiben?
- 2. Welche Art von Bewegung ist sicher?
- 3. So wählen Sie das beste Schwangerschaftstraining aus
- 4. Schwangerschaftstrainingsplan
- 5. Wie intensiv können Sie während der Schwangerschaft trainieren?
- 6. Warnsignale – wann Sie pausieren sollten
- 7. Wie oft trainieren?
- 8. Übungstipps: Beckenboden, Atmung, Haltung
- Ihre Beckenboden- und Kegelübungen
- Atmung beim Training
- Haltung und Ausrichtung
- 9. Anpassung an Ihr Trimester
- Erstes Trimester
- Zweites Trimester
- Drittes Trimester
- Vorteile des Schwangerschaftssports
1. Wer sollte während der Schwangerschaft keinen Sport treiben?
Bei unkomplizierten Schwangerschaften empfehlen Fachgesellschaften wie die ACOG regelmäßigen Sport (siehe Vorteile). Dennoch gibt es absolute Kontraindikationen, bei denen Training verboten ist, und relative Kontraindikationen, die ärztliche Aufsicht erfordern.
Immer zuerst Ihren Arzt konsultieren!
Absolute Kontraindikationen:
- Mehrlingsschwangerschaften mit Risiko vorzeitiger Wehen
- Anhaltende Blutungen im 2. oder 3. Trimester
- Plazenta praevia nach 26. Woche
- Vorzeitige Wehen in der aktuellen Schwangerschaft
- Geplatzte Fruchtwasserblase
- Präeklampsie oder schwangerschaftsbedingter Hochdruck
- Schwere Anämie
- Schwere Herz- oder Lungenkrankheiten
- Insuffizienter Gebärmutterhals oder Cerclage
Relative Kontraindikationen:
- Anämie
- Chronische Bronchitis
- Schlecht kontrollierter Typ-1-Diabetes, Hypertonie, Hyperthyreose oder Epilepsie
- Extreme Adipositas oder Untergewicht
- Vorgeschichte extremer Sedentarität
- Intrauterine Wachstumsretardierung
- Unklare Herzrhythmusstörungen
- Orthopädische Einschränkungen
- Starker Raucher
Achten Sie auch auf Warnsignale (siehe Abschnitt 6).
2. Welche Art von Bewegung ist sicher?
Selbst mit Freigabe Ihres Arztes: Berücksichtigen Sie körperliche Veränderungen.
Zu vermeidende Sportarten:
- Hohes Sturz-/Verletzungsrisiko (z. B. Skifahren, Klettern, Reiten, Kampfsport, Tauchen, Surfen)
- Kontaktsportarten (Fußball, Handball, Basketball)
- Übermäßiges Gewichtheben mit Anstrengung
- Leistungssport/Rennen ohne Betreuung
- Höhen über 2500 m oder extreme Hitze (Hot Yoga)
- Gerätetauchen
Die meisten anderen Aktivitäten sind sicher – abhängig von Erfahrung.
Aktiv vor Schwangerschaft? Fahren Sie fort, passen Sie an Veränderungen an (Intensität siehe Abschnitt 5).

Inaktiv vor Schwangerschaft? Starten Sie schrittweise: 10 Min. niedrige Intensität (Sprechtest), bauen auf 30–45 Min. moderat auf. Ideal: Dehnübungen im Kurzsitz oder yoga-inspirierte Mobilität in der adidas Training App.
Schwangerschaft ist dynamisch – hören Sie auf Ihren Körper und Warnsignale.
3. So wählen Sie das beste Schwangerschaftstraining aus
Schwangerschaft lehrt, auf den Körper zu hören. Wählen Sie Aktivitäten, die Energie spenden oder entspannen.
Körperliche Veränderungen beachten:
- Gedehnte Bauchmuskeln, instabiler Rumpf
- Gleichgewichtsverlust durch Posturalshift
- Hormone: Brustwachstum, lockere Bänder, Schwellungen, Müdigkeit
- Erhöhter O2-Bedarf
- Hydration schwieriger – trinken Sie mehr!
- Haltungsänderungen (LWS-Lordose, Schultern)
- Bauch drückt Zwerchfell hoch
Aktivitätsempfehlungen:
Tipp: Bei Kursen qualifizierten Trainer wählen und Schwangerschaft mitteilen.
Krafttraining
- Stärkt Haltung, Metabolismus – anpassbar mit/ohne Gewichte
- Keine festen Limits: Vermeiden Sie Maximalkraft, hohe Reps (stoppen bei 2–3 Restwiederholungen)
- Testen Sie 25-Min.-Ganzkörperpumpe oder Ganzkörperkraft in der adidas App
Stretching & Schwangerschaftsyoga
- Nicht überdehnen; meiden: Rückbeugen, starke Bauchkontraktionen, Atemanhalten, tiefe Twists, Inversionen
- Yoga-inspirierte Mobilität oder Sitzen-Stretching in der adidas App; Fortgeschrittene: zertifizierten Coach

Kardio
- Moderate Intensität (siehe Abschnitt 5)
- Kein Springen/Hüpfen
- Low-Impact Cardio aus adidas App ideal für Zuhause
- Laufen ok, wenn geübt und moderat; sonst Gehen. Alternativen: Schwimmen, Ergometer
Kombinieren Sie für beste Effekte, z. B. Kraft + Cardio gegen Diabetesrisiko.
4. Schwangerschaftstrainingsplan
Hören Sie auf Ihren Körper – keine starren Pläne. Hier Beispiele zweier Wochenpläne, anpassbar via adidas Training App.
Änderungen sind normal: Passen Sie an, priorisieren Sie Wohlbefinden.
5. Wie intensiv können Sie trainieren?
Sprechtest: Können Sie sprechen (schwerer, aber möglich)? Zu intensiv, wenn Pausen nötig.
Moderates Training: Atmung beschleunigt, Schwitzen ok, aber wohl fühlend. Skala 1–10: 4–6.
Erfahrene Athleten: Arzt/Trainer konsultieren. Herzfrequenz-Limit (140 bpm) veraltet – RPE (wahrgenommene Anstrengung) zählt.
Tägliche Schwankungen normal – flexibel anpassen.
6. Warnsignale – sofort stoppen!
Konsultieren Sie bei diesen Symptomen Ihren Arzt:
- Schwindel/Ohnmacht
- Blutungen
- Atemnot vorab
- Brust-/Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Gleichgewichtsstörungen
- Wadenprobleme
- Regelmäßige Wehen
- Flüssigkeitsausfluss
7. Wie oft trainieren?
Ideal: 20–30 Min. moderat täglich oder meisttäglich. Flexibel anpassen – Ruhetage mit leichter Aktivität (z. B. Gehen).
Beispiele in Trainingsplänen.
8. Übungstipps: Beckenboden, Atmung, Haltung
Schwangerschaft verändert alles – diese Tipps schützen.
Beckenboden & Kegels
Funktion: Stützt Organe, stabilisiert, verhindert Inkontinenz.
Wichtig: Druck steigt – achten Sie auf Schwere/Schmerzen.
Kegels: Hilft bei Bewusstsein (An- und Entspannung). 2x tägl. 3x8 Reps bei Risikofaktoren (hoher BMI, Alter >35, Husten, Familiengeschichte). In adidas App integriert. Bei Symptomen: Arzt!
Atmung beim Training
Reguliert Druck, stabilisiert Kern. Zwerchfell eingeschränkt.

Atemfokus:
- 360°-Atmung: Rippen seitlich/hinten expandieren. Yoga-Mobilität in App
- Einatmen: Beckenboden entspannen
- Ausatmen: Beckenboden heben, Bauch entleeren
- Nie atemanhalten!
- Tiefe Kernaktivierung: Sanft einziehen beim Ausatmen
Haltung & Ausrichtung
Gegen Vorwärtszug des Bauches.

Tipps:
- Seitlich aufstehen
- Chin tuck, Rippen über Hüfte
- Gluteus aktivieren, Knie nicht sperren
9. Anpassung pro Trimester
Flexibel bleiben – temporäre Limits.
Rückenlage: Kurz ok, heben Sie Oberkörper (15°).

Kniebeugen: Ok ohne Druckgefühl.
Bauchübungen: Vermeiden bei Doming (Diastase).
1. Trimester
- Müdigkeit/Übelkeit: Reduzieren, schlafen priorisieren
- Essen genießen, nicht kompensieren
- Atmung/Beckenboden üben
- Oberkörper-/Gesäßkraft aufbauen (adidas App)
2. Trimester
- Kein Downpressing bei Anspannung
- Bei Doming: Atmung/Stabilisierung (App: Leg Pointers etc.)

3. Trimester
- Schmerzen anpassen (z. B. Yoga-Mobilität)
- Gleichgewicht prüfen
- 360°-Atmung (App: 5 Min./Tag)
- Beckenboden-Symptome: Physio
- Sitzende Übungen, hydratisieren
Vorteile des Schwangerschaftssports
Studien belegen Vorteile für Mutter und Kind langfristig.
- Lindert Rückenschmerzen, Verstopfung
- Reduziert Diabetesrisiko
- Mehr O2 für Baby
- Stärkt Herz-Kreislauf für Geburt
- Vermeidet Thrombosen/Krampfadern
- Besserer Schlaf
- Mehr Wohlbefinden
Schluss
Sport in der Schwangerschaft wirkt simpler, wenn Sie zuhören. Entdecken Sie Selbstfürsorge – für jetzt und nach der Geburt.
Bleiben Sie aktiv – zum Wohl von Ihnen und Ihrem Baby!

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