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Seitenstechen: Ursachen, Symptome und effektive Behandlungsmethoden

Du kennst das Gefühl: Während des Trainings, beim Basketballspielen oder einem schnellen Lauf tritt plötzlich ein stechender Schmerz im Bereich des Brustkorbs auf. Manchmal ist er so intensiv, dass er dir den Atem raubt.

Dieses Phänomen, bekannt als Seitenstechen, ist weit verbreitet, aber in der Regel kein Grund zur Sorge.

Sportphysiologe Christopher Travers, MS, erläutert die Ursachen von Seitenstechen und gibt Tipps zur Vorbeugung.

Was ist Seitenstechen?

Seitenstechen ist ein schmerzhafter Krampf des Zwerchfells – dem kräftigen Muskel, der Brust- und Bauchraum voneinander trennt. Typischerweise äußert es sich als anhaltender Schmerz direkt unter den Rippen oder als stechender Schmerz an der Seite.

In manchen Fällen kann es sich als scharfer Schmerz, Ziehen, Drücken oder krampfartiges Gefühl auf beiden Seiten des Bauchbereichs manifestieren.

Eine Studie unter 965 Athleten zeigte, dass Seitenstechen bei 75 % der Schwimmer, 69 % der Läufer, 62 % der Reiter, 52 % der Aerobic-Teilnehmer, 47 % der Basketballspieler und 32 % der Radfahrer auftrat.

Wenn du also sportlich aktiv bist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du irgendwann einmal Seitenstechen erlebst. Selbst das Treppensteigen kann es auslösen.

Wie lange hält Seitenstechen an? Das ist unterschiedlich. Durch Reduzierung oder Abbruch der körperlichen Aktivität kann es innerhalb weniger Minuten verschwinden. In manchen Fällen, besonders bei starken Krämpfen, kann die betroffene Region jedoch noch einige Tage schmerzen.

Ursachen für Seitenstechen

Es gibt keine einzelne, eindeutige Ursache für Seitenstechen.

Eine gängige Theorie besagt, dass eine erhöhte Durchblutung von Leber und Milz eine Rolle spielt. Eine andere Theorie vermutet, dass Schmerzen durch innere Organe verursacht werden, die am Zwerchfell ziehen. Dies erklärt jedoch nicht, warum Seitenstechen so häufig beim Schwimmen auftritt.

Ein weiterer möglicher Faktor ist die Nahrungsaufnahme kurz vor körperlicher Aktivität. Der Körper leitet dann Blut in den Magen, um die Verdauung zu unterstützen, was zu einer geringeren Blutversorgung des Zwerchfells führt.

„Auch ein Ungleichgewicht von Elektrolyten im Blut, wie Kalzium, Kalium und Natrium, kann zu Seitenstechen beitragen“, so Travers.

Behandlung und Prävention von Seitenstechen

Es ist nie angenehm, das Training wegen Seitenstechens unterbrechen zu müssen. Was kannst du also tun, wenn es auftritt? Probiere folgende Optionen:

  • Tempo reduzieren: Egal ob Sprint oder lockerer Lauf – verlangsame dein Tempo.
  • Tief durchatmen: Gib deinen Muskeln Zeit, sich zu entspannen. Atme einige Sekunden lang tief ein und aus. Wiederhole dies.
  • Druckpunkt finden: Lokalisiere den schmerzenden Bereich und übe mit den Fingern Druck aus. Dies kann zur Schmerzlinderung beitragen.

Um Seitenstechen von vornherein zu vermeiden, beachte Folgendes:

  • Achte auf deine Ernährung: Es wird empfohlen, zwei Stunden vor körperlicher Aktivität nichts zu essen. Reduziere außerdem den Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken.
  • Aufwärmen vor dem Training: Dehne dich etwa fünf bis zehn Minuten lang und konzentriere dich dabei besonders auf die seitliche Rumpfmuskulatur.
  • Reguliere deine Atmung: Versuche, durch die Nase ein- und durch den Mund auszuatmen.
  • Ausreichend trinken: Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt, aber vermeide übermäßiges Trinken direkt vor dem Sport, da dies zu viel Druck auf das Zwerchfell ausüben kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Seitenstechen zwar häufig vorkommt, aber dein tägliches Leben nicht beeinträchtigen sollte. Es gibt viele Möglichkeiten, um vorzubeugen oder die Beschwerden zu lindern.

„Achte auf deinen Körper, plane dein Training und höre auf die Signale, die dein Körper dir sendet“, rät Travers.