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Warum das Erreichen Ihres Schrittziels nicht entscheidend ist

In Schwung zu kommen mit Schritten ist ein großes Ziel – und je mehr, desto besser. Oder so heißt es ...

Eine Studie in PLOS ONE zeigte: Personen, die ihre tägliche Schrittzahl von 1.000 auf 10.000 erhöhten, senkten ihr Sterberisiko während der 10-jährigen Beobachtung um 46 %.

Das Problem: Wenn wir um 23:55 Uhr im Wohnzimmer auf und ab laufen, um das Ziel zu knacken (geben Sie zu: Wer hat das nicht schon getan?), übersehen wir, dass Schritte nicht der einzige – und keineswegs der beste – Maßstab für Fitness sind.

„Das Tracken von Schritten kann das Bewusstsein für Aktivität schärfen und zu besseren Gewohnheiten motivieren. Als alleiniger Fitness-Indikator täuscht es jedoch“, erklärt Julie Ellner, MD, Adipositaschirurgin aus San Diego.

Schritte berücksichtigen nicht die Intensität, betont James Borchers, MD, Leiter der Sports Medicine am Wexner Medical Center der Ohio State University. Gemütliche Spaziergänge zählen gleich wie Sprints in einem HIIT-Training. 10.000 intensive Laufschritte wirken sich stärker auf die Gesundheit aus als 10.000 langsame.

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GEH VORAN, VERPASSE DEIN SCHRITTZIEL

Viele Top-Workouts erfordern kaum Schritte: Schwimmen, Radfahren oder Gewichtheben. Für Beweglichkeit, Knochendichte und Fettabbau ist hochintensives Krafttraining unschlagbar.

„Bei 30 Minuten Trainingszeit priorisieren Sie intensives Studio-Training statt Tausende Schritte um den Block“, rät Borchers. Eine Harvard-Studie (2015, 10.500 Männer) belegte: 20 Minuten tägliches Krafttraining reduzierte über 12 Jahre stärker das Bauchfett als gleiche Aerobic-Zeit. Eine Studie im International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity bestätigt: Schon 4.000 Schritte reichen für gute Gesundheit, bis 18.000 sind optimal.

„Viele Patienten prahlen mit Schrittzahlen, verlieren aber kein Gewicht und scheitern an einfachen Routinen“, beobachtet Ellner. Fitness entsteht durch progressive Überlastung – beim Gehen limitiert.

Qualität schlägt Quantität. Verfehlen Sie Ihr Schrittziel? Kein Drama – fokussieren Sie auf effektives Training.