Wie viele Sportarten hat auch der Eiskunstlauf sein eigenes Fachvokabular. Diese Begriffe nutzen Skater, Trainer und Schiedsrichter, um präzise und effizient zu kommunizieren. Einige beschreiben Bewegungen anschaulich, andere tragen den Namen von Pionieren, die sie entwickelt haben. Als erfahrener Eislaufexperte stelle ich hier die essenziellen Termini vor.
Eiskunstlauf-Begriffe
Hier eine Auswahl gängiger Eislaufbegriffe:
Attitude (Einstellung): Nehmen Sie eine Attitude-Position ein, indem Sie auf einem Fuß gleiten, das Spielbein nach hinten strecken und leicht beugen. Legen Sie einen Arm über den Kopf, den anderen seitlich. Heben Sie den freien Oberschenkel an und drehen Sie ihn nach außen. Kopf bleibt hoch – Sie wirken wie eine Ballerina, wenn es klappt.
Axel: Der Axel ist ein ikonischer Sprung mit Absprung von der vorderen Außenkante. Der Skater vollführt eineinhalb Umdrehungen in der Luft und landet auf der hinteren Außenkante des anderen Fußes. Meistern dauert Jahre, doch danach folgen oft Doppelsprünge schnell. Benannt nach dem Norweger Axel Paulsen.
Biellmann: Im Biellmann greift der Skater die Klinge des Spielbeins mit beiden Händen und zieht sie über den Kopf zurück. Beine sind voll gespreizt, freies Bein gebeugt, Fuß über dem Kopf. Die Position ehrt die Schweizer Meisterin Denise Biellmann.
Bunny Hop: Einer der ersten Sprünge für Anfänger: Gleiten Sie vorwärts auf einem Fuß, schwingen Sie das freie Bein vor und landen Sie auf dessen Zehenpickel. Dann weiter vorwärts gleiten.
Kameldrehung: Basierend auf der Ballett-Arabesque: Oberkörper und Spielbein waagerecht halten, Spielbein parallel zum Eis gestreckt, Fuß nach außen gedreht. Rücken gewölbt, Kopf oben, Arme seitlich oder variiert.
Crossovers (Übergänge): Crossovers dienen zum Kurvenfahren. Der äußere Skate kreuzt über den inneren – ein Meilenstein für Neulinge.
Todesspirale: Paarlauf-Element: Der Herr pivotiert backward outside edge und hält die Dame. Sie umkreist ihn tief über das Eis gebeugt, Kopf nach hinten, auf Innen- oder Außenkante.
Flutz: Ein Lutz mit falscher Eintrittskante (Innen statt Außen) – ein Flip oder Flutz, der Punkte kostet. Erfunden vom Österreicher Alois Lutz.
Freestyle: Steht für Sprünge, Drehungen und Schritte oder für Trainingszeiten fortgeschrittener Skater. Anfänger üben zunächst öffentlich.
Mohawk (Irokesenschnitt): Kurve von gleicher Kante zu gleicher Kante, vorwärts-rückwärts oder umgekehrt. Benannt nach mohawkinschen Tanzschritten.
Salchow: Sprung von hinterer Innenkante zu hinterer Außenkante mit halber Drehung. 1909 von Ulrich Salchow erfunden.
Shoot-the-Duck: Gleiten Sie vorwärts auf beiden Beinen, hocken tief in Sitzposition, strecken Sie ein Bein vor und gleiten einbeinig weiter.
Skating-Eltern: Frühes Aufstehen, hohe Kosten, viel Fahren und stundenlanges Warten in der Kälte – typisch für engagierte Eislaufeltern.
Spirale: Ballett-Arabesque auf Eis: Gleiten auf einem Fuß, Brust zum Eis, freies Bein gestreckt nach hinten.
Swizzles und Twizzles: Swizzles: Füße in V-Form öffnen/schließen. Twizzles: Mehrfachdrehungen auf einem Fuß, die vorwärts bewegen.